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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Ökostrom

Quelle: Pixelio.de

Der Begriff "Ökostrom" bezeichnet den Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Als erneuerbar gelten die Energiequellen, die unendlich verfügbar sind  oder nachwachsende Rohstoffe.

 

 

 

 

Die folgenden erneuerbaren Energiequellen liefern Ökostrom:

Diese Energieträger gelten als ökologisch, weil sie "unendlich" vorkommen bzw. in Form von Biomasse nachwachsen und bei ihrer Verwendung nur so viel Treibhausgase (wie beispielsweise CO2) freigesetzt werden, wie sie vorher in kurzer Zeit gebunden haben. Alle Ökostrom-Angebote besitzen darüber hinaus entscheidende Gemeinsamkeiten: Der Strom wird nicht aus Kernkraft und nicht aus der großtechnischen Verbrennung fossiler Energieträger gewonnen.

Unterschiede machen die Anbieter  von Ökostrom hingegen bei Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen: Da in KWK-Anlagen häufig fossile Energieträger verbrannt werden, gehören sie streng genommen nicht zu den regenerativen Energieerzeugern. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent ist die Energieausnutzung in KWK-Anlagen allerdings so effektiv, dass die Stromerzeugung in KWK-Anlagen als ökologisch verträglich eingestuft werden kann. Daneben gibt es außerdem auch KWK-Anlagen (z. B. Blockheizkraftwerke), die mit Biokraftstoffen betrieben werden. Ökostrom ist in dieser Hinsicht also nicht gleich Ökostrom.

Eine Reihe von Zertifikaten und Gütesiegeln versuchen auf dem Ökostrommarkt Transparenz zu schaffen. So garantieren Ökostromzertifikate beispielsweise Herkunft und Zusammensetzung des Stroms (z.B. Anteil der Wasserkraft aus Norwegen). Gütesiegel, beispielsweise TÜV, OK power oder das GrünerStromLabel, formulieren darüber hinaus weitere Kriterien. Beispielsweise wird von einigen Siegeln vorausgesetzt, dass bei Integration von Strom aus KWK-Anlagen diese ein bestimmtes Alter nicht überschreiten dürfen oder ein Teil der Einnahmen in den Ausbau erneuerbarer Energien fließt. Einzelne Label, z.B. das GrünerStromLabel – Gold, schließen auch Ökostrom aus, der mittels Übertragung von RECS-Zertifikaten „veredelt“ wurde. Der Hintergrund dazu ist, dass es für Betreiber von Kohle- oder Kernkraftwerken die Möglichkeit gibt, so genannte RECS-Zertifikate zu erwerben und darüber den erzeugten Strom als Ökostrom zertifizieren zu lassen.

Autor: Redaktion 


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