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letzte Änderung: 03.02.2012 

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Stand-by

Stromzähler
Stand-by-Verluste sind für etwa 11 Prozent des Stromverbrauchs aller Privathaushalte verantwortlich.

Wie der Motor eines Autos im Leerlauf laufen eine Vielzahl von Geräten aus der Informationstechnik oder Unterhaltungselektronik häufig im Stand-by-Modus und verbrauchen dabei Strom, ohne dass sie benutzt werden. Auf diese Weise können bei einem Strompreis von 24 Cent/kWh (Stand 2010) mehr als 110 Euro jährlich anfallen – unnötige Stromkosten, von denen sich bis zu 90 Euro locker einsparen lassen.

Viele Geräte – wie Fernseher, Hi-Fi-Anlagen, Drucker, Computer, Faxgeräte oder Monitore – verfügen über keinen echten Netzschalter, der die Geräte komplett vom Stromnetz trennt. Andere versetzen sich nach einer gewissen Zeit selbstständig in einen Bereitschaftsmodus (englische Bezeichnung: Stand-by) oder werden nur per Fernbedienung ausgeschaltet. In diesem Zustand verbrauchen die Geräte weiterhin Strom. Dabei verbraucht nicht die kleine Leuchtdiode, die an vielen Geräten leuchtet, die meiste Energie, sondern interne Bauteile, die weiterhin mit Strom versorgt werden.

Wenn diese Geräte rund um die Uhr an das Stromnetz angeschlossen sind und dabei zwischen 20 und 24 Stunden pro Tag im Bereitschaftsbetrieb bleiben, verbrauchen sie rund 485 Kilowattstunden Strom in Jahr. Im Haushaltsbuch schlägt sich das mit rund 116 Euro nieder (bei 24 Cent/kWh, Stand 2010). Auf den Stromverbrauch aller Privathaushalte bezogen machen Stand-by-Verluste mindestens 11 Prozent des Stromverbrauchs aus. Hierfür zahlen die Privathaushalte zusammen rund 2,3 Mrd. Euro im Jahr. In Deutschland kommen so immerhin mindestens 14 Mrd. Kilowattstunden oder fast drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch Stand-by-Verluste zusammen.

Dabei ist es nicht schwer, hier Energiekosten einzusparen. Schon wenn die Geräte der Unterhaltungs- und Informationstechnologie nur über Nacht vollständig vom Netz getrennt werden, reduziert das den Verbrauch um etwa 320 Kilowattstunden im Jahr. Elektronische Geräte mit Bereitschaftsfunktion sollten vollständig vom Netz getrennt werden, wenn sie längere Zeit nicht gebraucht werden. Darüberhinaus helfen Zusatz- und Vorschaltgeräte, schaltbare Steckdosenleisten oder das Herausziehen von Steckernetzteilen und Trafos dabei, Geräte ohne echten Netzschalter komplett auszuschalten.

Tipp: Immer mehr moderne Geräte haben mittlerweile einen niedrigen Stand-by-Verbrauch von nur 1 Watt und weniger. Da lohnt es sich, beim Neukauf auch auf den Stand-by-Verbrauch eines elektronischen Geräts zu achten.

In Zukunft wird dem Stand-by-Verbrauch eine geringere Bedeutung zufallen: Die sogenannte Ökodesign-Richtlinie bildet den europäischen Rechtsrahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung stromverbrauchender Produkte. Ihre Ausgestaltung führt dazu, dass besonders ineffiziente Geräte vom europäischen Markt ausgeschlossen werden. In diesem Rahmen werden auch Höchstwerte für den Stand-by-Verbrauch elektrischer Geräte geregelt. Nach den aktuellen Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie dürfen neu auf den Markt gebrachte Geräte der Unterhaltungselektronik einen maximalen Stand-by-Verbrauch von 1 Watt aufweisen. Im Jahr 2011 sollen die Vorgaben weiter verschärft werden.

 

Stand-by kann jeder - ausschalten auch

Der folgende Beitrag zum studentischen Filmwettbewerb "Effizienz gewinnt" der dena thematisiert die Vorteile des Ausschaltens von elektrischen Geräten gegenüber dem Stand-by-Modus.


 

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