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Stand-by-Verbrauch verschiedener Geräte und Beispielrechnung
Was viele unterschätzen: Jedes Watt Stand-by-Leistung im Dauerbetrieb kostet Sie jährlich etwa 1,70 Euro. Ein Privathaushalt kommt so schnell auf 100 Euro jährlich für Stand-by.
Je nach Gerät können die Stand-by-Verluste sehr unterschiedlich sein. Die folgende Übersicht zeigt die Leistungsaufnahme unterschiedlicher Geräte im Stand-by:
- Satellitenempfänger: 4 - 35 Watt
- CD-Spieler: 2 - 6 Watt
- Kassettenrecorder: 1 - 6 Watt
- Rundfunkwecker: 0,5 - 2,5 Watt
- Notebook: 1 - 12 Watt
- PC-Modem: 4 - 10 Watt
- Steckernetzteil: 0,2 - 4 Watt
- Anrufbeantworter: 1,5 - 12 Watt
- Bewegungsmelder: 1 - 10 Watt
Beispielrechnung
Wie man durch eine effiziente Nutzung dieser Geräte Geld und Energie sparen kann, zeigt eine Beispielrechnung der Initiative EnergieEffizienz. Grundlage der Beispielrechnung ist ein Vier-Personen-Haushalt mit einer typischen Geräte-Grundausstattung:
- zwei Fernseher
- ein DVD-Player
- eine Hifi-Kompakt-Anlage
- drei Radios
- ein PC mit Monitor und Drucker,
- zwei Handy-Ladegeräte
- ein schnurloses Telefon mit einem Anrufbeantworter.
Wenn diese Geräte rund um die Uhr an das Stromnetz angeschlossen sind und dabei durchschnittlich 20 Stunden im Bereitschaftsbetrieb bleiben, verbrauchen sie rund 460 Kilowattstunden Strom in Jahr. Im Haushaltsbuch schlägt sich das mit rund 92 Euro nieder (bei 20 Cent pro kWh).
Schon wenn die Geräte der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik wenigstens über Nacht vollständig vom Netz getrennt werden, reduziert das den Verbrauch auf etwa 310 Kilowattstunden im Jahr. Die Stand-by-Kosten sinken so auf unter 62 Euro. Geräte wie Videorecorder, Telefon und Anrufbeantworter müssen in der Regel rund um die Uhr in Bereitschaft sein. Alle anderen sollten vollständig ausgeschaltet werden, wenn man sie nicht mehr braucht. Das gilt ebenso für Ladegeräte von Mobiltelefonen, die auch oft weiter Strom verbrauchen, wenn das Handy bereits aufgeladen und abgestöpselt ist. Bei einer energieeffizienten Nutzung sinkt die Stand-by-Jahresbilanz auf etwa 125 Kilowattstunden und Kosten von ca. 25 Euro. In der Beispielrechnung wurde hierfür von einem Wert von maximal zwei Stunden Stand-by-Zeit ausgegangen.
Spitzenreiter im Stand-by ist häufig der Arbeitsplatz zu Hause. Eine circa drei Jahre alte PC-Ausstattung (PC, Monitor und Tintenstrahldrucker) verbraucht bei durchschnittlich 20 Stunden im Bereitschaftsmodus etwa 170 Kilowattstunden im Jahr (ca. 34 Euro). Wird die Stand-by-Zeit der Geräte hingegen auf zwei Stunden täglich reduziert, verbraucht die PC-Ausstattung nur rund 17 Kilowattstunden jährlich (ca. 3,40 Euro). Deutliche Unterschiede lassen sich auch zwischen alten und neuen Elektrogeräten beobachten. Zum Beispiel der Fernseher: Ein Altgerät benötigt im Schnitt 10 Watt im Stand-by. Wenn es ständig in Bereitschaft bleibt, kostet das den Besitzer etwa 13 Euro im Jahr. Demgegenüber gibt es Neugeräte mit einem Verbrauch von 1 Watt, die nur noch mit rund 1,30 Euro Energiekosten im Jahr zu Buche schlagen.
In der folgenden Tabelle ist zusammengestellt, welche Stromkosten der dauerhafte Stand-by-Betrieb verschiedener Haushaltsgeräte verursachen kann. Dabei wird von einem Stand-by-Betrieb von täglich 20 bis 24 Stunden an 335 Tagen im Jahr ausgegangen: Der Fernseher zum Beispiel wird am Tag vier Stunden voll genutzt und bleibt die restliche Zeit im Stand-by-Modus, während sich Anrufbeantworter und Handy-Ladegerät rund um die Uhr im Stand-by-Betrieb befinden.
Übersicht der Kosten für Geräte in dauerhaftem Stand-by-Betrieb
| Leistung Stand-by [Watt] | Durchschnittliche Stand-by-Zeit am Tag [Stunden] |
Kosten pro Jahr [Euro] | |
|---|---|---|---|
| Gesamtkosten pro Jahr | 94,08 | ||
| TV neu | 1 | 20 | 1,34 |
| TV alt | 10 | 20 | 13,40 |
| Video | 6 | 23 | 9,23 |
| Hifi-Anlage | 20 | 20 | 26,80 |
| 3 Radios | 6 | 20 | 8,04 |
| PC | 5 | 20 | 6,70 |
| Monitor | 5 | 20 | 6,70 |
| Drucker | 6 | 23 | 9,23 |
| Mobiltelefone (Ladegerät) | 2 | 24 | 3,20 |
| Telefon (schnurlos) | 3 | 23 | 4,62 |
| Anrufbeantworter | 3 | 24 | 4,82 |
Tipp. Prüfen Sie doch einmal bei sich zu Hause nach! Wie viel Ihre Geräte genau verbrauchen, können Sie mit einem Strommessgerät bestimmen. Viele Verbraucherzentralen und Energieversorgungsunternehmen verleihen solche Messgeräte kostenlos.
Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)










