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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Aktueller Wertungsstatus

Anteil Stand-by am Stromverbrauch

Entscheidend für den Stromverbrauch ist die Zeit, die ein Gerät läuft. © Initiative EnergieEffizienz

Die Privathaushalte in Deutschland verbrauchen durch Stand-by-Verluste so viel, wie rund neun Millionen Menschen in ihren Haushalten insgesamt an Strom verbrauchen.

Das sind mindestens 14 Mrd. Kilowattstunden oder fast drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. 

Kosten durch Stand-by - Verluste

Auf den Stromverbrauch der Privathaushalte bezogen machen Stand-by-Verluste mindestens 11 Prozent des Stromverbrauchs aus - mit steigender Tendenz. Hierfür zahlen die Privathaushalte zusammen rund 2,3 Mrd. Euro im Jahr.

Um die für die Stand-by-Verluste erforderliche Energie bereitzustellen, müssen zwei Großkraftwerke mit jeweils rund 1.000 MW Leistung rund um die Uhr arbeiten. Durch ihren Betrieb werden rechnerisch 10 Mio. Tonnen Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Das entspricht rund einem Prozent des gesamten Kohlendioxidausstoßes Deutschlands.

Energiesparende Geräte helfen

Derzeit nimmt die Zahl der Geräte mit Stand-by-Verlusten kontinuierlich zu. Werden in Zukunft Geräte gekauft, die soviel verbrauchen, wie die heute angebotenen im Durchschnitt, dann steigt der Stand-by-Stromverbrauch bis zum Jahr 2010 um 11 Prozent gegenüber 1995. Würden aber bei Neuanschaffungen nur energiesparende Geräte gekauft, dann könnten die Stand-by-Verluste trotz höherer Geräteausstattung bis zum Jahr 2010 um rund 44 Prozent sinken.

Entscheidend für den Stromverbrauch (angegeben in Kilowattstunden) ist nicht nur die Leistung (in Watt oder Kilowatt), sondern auch die Zeit, die ein Gerät läuft. Viele Geräte sind fast ständig im Stand-by. Dadurch kann sich ein beachtlicher Energieverbrauch ergeben.

In einem Haushalt mit durchschnittlicher Ausstattung, zum Beispiel mit Fernsehgerät und DVD-Player, HiFi-Anlage, Waschmaschine und PC, ergibt sich durch die stillen Verbraucher eine ständige Leistungsaufnahme von rund 50 Watt im Mittel. Dies führt zu einem zusätzlichen Stromverbrauch von rund 440 Kilowattstunden und damit zu eigentlich vermeidbaren Kosten von etwa 92 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Etwa genauso viel Geld braucht ein durchschnittlicher Haushalt für das Kochen; für das Waschen meist sogar weniger.

Ein Haushalt mit erweiterter Ausstattung (zum Beispiel Satellitenempfänger, Anrufbeantworter, Warmwasserspeicher [50 - 80 Liter] und Geschirrspüler mit Uhr) kommt leicht auf einen doppelten Verbrauch und damit auf Zusatzkosten von etwa 180 Euro pro Jahr.

Autor: Redaktion 


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