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letzte Änderung: 03.02.2012 

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Ruhezustand

Laptop
Im Ruhezustand verbraucht ein Computer genauso viel Strom wie wenn er heruntergefahren ist. Quelle: Getty Images

Der Ruhezustand ist eine Alternative zum klassischen Ausschalten und sinnvoll bei jeder längeren Pause. Der Vorteil gegenüber dem üblichen Herunterfahren: Der Rechner ist schneller wieder einsatzfähig und beim Neustart findet man den aktuellen Stand der Arbeit vor. Im Ruhezustand verbraucht das Gerät genauso viel Strom wie wenn es heruntergefahren ist.

Wer kennt das nicht? Der Rechner wird – beispielsweise am Wochenende nach dem Frühstück hochgefahren und bleibt den ganzen Tag in Betrieb, obwohl er im Laufe des Tages nur ab und zu genutzt wird. Für die Phasen der Nichtbenutzung bietet sich der Ruhezustand an. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus – bei dem nur Teile des Systems abgeschaltet werden – ist der Computer im Ruhezustand komplett ausgeschaltet und die Energieeinsparung entsprechend höher. Um ein automatisches Abschalten des Rechners zu ermöglichen, kann bei modernen Windows-Betriebssystemen die Funktion "Ruhezustand" aktiviert werden.

Ruhezustand aktivieren

Über die Energiesparfunktion  kann eingestellt werden, dass der Rechner nach einer bestimmten Zeitspanne automatisch in den Ruhezustand wechselt (z. B. nach 1 Stunde). Der Nutzer hat aber auch jederzeit die Möglichkeit, den Rechner sofort in den Ruhezustand zu versetzen.

Technischer Hintergrund

Wird der Ruhezustand aktiviert, speichert der Rechner automatisch den Systemzustand und den Inhalt des Arbeitsspeichers auf der Festplatte und schaltet sich komplett aus. Wird der Rechner vom Nutzer neu gestartet, stellt sich automatisch derjenige Systemzustand ein, der vor dem Ausschalten vorgelegen hat. Das bedeutet z. B., dass die Textverarbeitung mit dem aktuell geöffneten Dokument angezeigt wird, der Internetbrowser mit der zuletzt aufgerufenen Internetseite aktiv ist und die angefangene E-Mail fertig geschrieben werden kann.

Da beim Starten aus dem Ruhezustand das Initialisieren der gesamten Hardware entfällt, benötigt das Hochfahren aus dem Ruhezustand deutlich weniger Zeit als das konventionelle Hochfahren.

Worauf ist zu achten?

Aufgrund der fehlenden Initialisierung der Hardware beim Start aus dem Ruhezustand, dürfen während des Ruhezustands keine Änderungen an der Hardware vorgenommen werden. Dies gilt insbesondere für zentrale Hardwarekomponenten wie Festplatten, Prozessoren u. a. Dagegen können Plug&Play-Geräte (z. B. USB-Sticks) nach dem erneuten Start ganz normal verwendet werden.

Achtung. Wenn Sie Änderungen an der Hardware vornehmen wollen, wie z. B. eine neue oder weitere Festplatte einbauen, optische Laufwerke (wie CD-, DVD-, Blu-ray- Laufwerke) anschließen und Grafikkarten oder andere Erweiterungskarten installieren wollen, müssen Sie den Computer herunterfahren und vom Netz trennen.

Wenn der Computer in den Ruhezustand versetzt wird, speichert er den gesamten Inhalt des Arbeitsspeichers auf der Festplatte. Dazu gehören neben den Anwendungsdaten im Arbeitsspeicher aber auch die Einträge, die eigentlich nicht mehr benötigt werden (z. B. die Daten abgestürzter Programme). Um den Arbeitsspeicher von solchen Speichereinträgen zu befreien, sollten der Computer regelmäßig "richtig" heruntergefahren werden. Auch wenn bei einer Sitzung viele Fehler aufgetreten sind (häufige Programmabstürze, spürbares Absinken der Leistung) sollte der  Rechner komplett neu gestartet werden.

Tipp. Da Computer und Monitore häufig auch dann noch Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind, empfielt es sich, die Geräte über eine schaltbare Steckdosenleiste komplett vom Netz zu trennen.


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