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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Tipps zur Nutzung von Backöfen & Herden

Herd und Backofen sind Haushaltsgeräte, bei denen man den Strom- oder Gasverbrauch zu einem großen Teil selbst beeinflussen kann. Hier finden Sie einige Effizienztipps zum Kochen und Backen, um Kosten zu sparen.

Grundsätzlich gilt, dass kleinere Geräte, die elektrisch Wärme erzeugen, in der Regel weniger Strom als ein Elektro-Herd für dasselbe Ergebnis verbrauchen. Knusprige Brötchen liefert ein Toaster schneller und stromsparender als der Elektrobackofen. Auch mit einem Eierkocher können Sie bis zu 50 Prozent Energie einsparen, im Vergleich zum Kochen im Topf. Dieses Gerät lohnt sich bei häufigem Gebrauch. Ein Wasserkocher erhitzt dieselbe  Menge Wasser sehr viel effizienter als der Kochtopf auf dem Herd.

Tipps zum Kochen auf dem Herd

  • Kochen ohne Deckel ist wie Heizen bei offenem Fenster. Ohne den passenden Deckel benötigt man etwa dreimal so viel Energie, um ein Essen am Kochen zu halten. Benutzen Sie gut schließende Topfdeckel. Die Wärme geht dann nicht verloren, sondern wandert direkt ins Gericht.
  • Ein Elektroherd hat eine lange Nachheizphase. Deshalb loht es sich, mit Fingerspitzengefühl zu kochen. Auch nach dem Ausschalten liefert die Kochplatte noch genügend Wärme, die genutzt werden sollte.
  • Gemüse und Kartoffeln beim Kochen nicht im Wasserbad ertränken. Es reicht, wenn der Topfboden mit Wasser bedeckt ist, so dass sie im Dampf garen. Dadurch bleiben auch die Vitamine erhalten.
  • Wenn Töpfe und Pfannen kleiner als die Kochplatte sind, geht Wärme verloren. Deshalb immer den passenden Durchmesser wählen.
  • Ein ebener Topf- oder Pfannenboden sorgt für guten Kontakt zwischen Boden und Platte und spart Energie.
  • Mit hohen, schmalen Töpfen zu kochen, verbraucht weniger Energie als mit niedrigen, breiten Töpfen. Das liegt am geringen Topfbodendurchmesser.
  • Leider ist der Schnellkochtopf etwas aus der Mode gekommen, aber besonders bei langen Garzeiten (über 20 Minuten) lohnt sein Einsatz, spart bis zu 30 Prozent Energie und spart darüber hinaus Zeit beim Kochen.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel besser nicht mit Hilfe des Herdes auftauen. Viel energieeffizienter ist es, Gefrorenes im Kühlschrank aufzutauen, auch wenn es länger dauert.

Tipps zum Backen

  • Auf das Vorheizen Ihres Backofens können Sie getrost verzichten: Der Braten wird auch ohne Vorheizphase gar und kross.  Ausnahmen sind sehr empfindlichen Teigsorten wie Blätterteig. Verzichtet man auf das Vorheizen, werden bis zu 20 Prozent Energie gespart.
  • Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- oder Unterhitze, da die Betriebstemperatur bei Umluft etwa 20 bis 30 °C niedriger ist. Außerdem können Sie auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen.
  • Die Ofentür während des Backvorgangs nicht ständig öffnen, denn sonst entweicht unnötig Wärme und Energie geht ungenutzt verloren.
  • Je nach vorangegangener Backzeit können bis zu 15 Minuten Nachwärme genutzt werden, wenn der Backofen schon vor Ende der Garzeit ausgeschaltet wird. Gebäck oder Braten gelingen auch so. Das funktioniert bei den meisten Herden.  
  • Einen Braten erst ab einem Gewicht von zwei Kilogramm im Backofen zubereiten. Wenn kleine Bratenstücke in der Pfanne oder im Topf zubereitet werden, ist der Energieverbrauch weitaus geringer.

Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 


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