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Gasherde

- Gasherde sind energieeffizienter als Elektroherde. © bobot / photocase.com
Gasherde sind bei Berufsköchen sehr beliebt. Auch in dem einen oder anderen Haushalt werden sie wegen zahlreicher Vorteile gerne genutzt.
Gasherde sind mit oder ohne einen integrierte Backofen erhältlich. Sie können über das Stadtgas- oder Erdgasnetz sowie mit Flüssiggas aus der Gasflasche betrieben werden. Moderne Gasherde sind vollzündgesichert und mit mehreren Sicherheitsmechanismen ausgestattet.
Gegenüber Elektroherden weisen Gasherde viele Vorteile auf:
- Gasherde sind energieeffizient und durch die direkte Nutzung des Primärenergieträgers Gas umweltfreundlicher als Elektroherde.
- Die Wärmeleistung eines Gasherdes ist sofort voll verfügbar, sodass z. B. beim Backen und Grillen auf das Vorheizen verzichtet werden kann.
- Die Wärme kann stufenlos und verzögerungsfrei reguliert werden.
- Es entsteht kaum Energieverlust nach Abschaltung der Brennstellen.
- Die Gasflamme kann der Größe des Kochgeschirrs angeglichen werden.
- Es können höhere Temperaturen erreicht werden als in den meisten elektrischen Bratrohren/Backöfen.
- Alle Topfarten und –formen sind verwendbar, auch traditionell geformte Woks oder preiswerte Töpfe und Pfannen mit unebenen Böden.
- Gasherde sind ideal für Gebiete ohne Stromversorgung oder bei Stromausfall.
- Kochen mit Gas ist kostengünstiger als mit Strom.
Nachteile von Gasherden
85 Prozent aller Haushalte in Deutschland nutzen nicht Gasherde und -öfen, sondern einen Elektroherd bzw. -backofen. Zu den Gründen für die geringe Verbreitung von Gasherden gehören die potenzielle Verbrennungs-, Unfall- und Brandgefahr, die bei unsachgemäßer Handhabung der offenen Flamme besteht. Gasherde sind oft auch aufwändiger zu reinigen als Elektroherde. Niedrige Temperaturen unter 150 °C sind in der Regel nicht einstellbar, wodurch Schmoren oder die Warmhaltung nur begrenzt möglich sind. Ausnahme: Neuere Geräte können in manchen Fällen durch Taktung Temperaturen von 75 °C im Gasbackofen realisieren. Außerdem entstehen bei der Verbrennung des Erd- oder Flüssiggases gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte wie Formaldehyd. Deshalb muss Küchen, in denen Gasherde verwendet werden, häufig gelüftet werden.
Strom und Gas in Kombination
Kombinationsgeräte erlauben das Kochen mit Gas und das Backen mit Strom. Die modernsten Ausführungen von Gasherden besitzen ein nutzerfreundliches Kochfeld aus Ceran und haben eine vollelektronische Zündung. Solche Glaskeramikgaskochfelder ahmen die Funktionsweise von Elektroherden nach und übertragen die Wärme als Strahlung. Dass der Wirkungsgrad so niedriger ist, wirkt sich nachteilig auf die Betriebskosten aus. Die Gasherde verlieren bei dieser Konstruktion außerdem den Vorteil der schnellen Regulierbarkeit. Integrierte Warmhalteplatten können die Restwärme der Brennabgase nutzen.








