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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Strom sparen im Alltag

schaltbare Steckdosenleiste
Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft Stand-by-Verluste zu vermeiden.

Bereits durch kleine Verhaltensänderungen und geringe Investitionen lässt sich oft viel Energie sparen. Gerade bei Elektrogeräten vergessen Verbraucher oft, dass sie nicht nur die Anschaffung, sondern auch den dann folgenden Stromverbrauch bezahlen müssen. Über die gesamte Nutzungsdauer sind diese Kosten bei vielen Geräten höher als der eigentliche Kaufpreis.

Für die tatsächlichen Kosten, die ein Gerät verursacht ist nicht allein die Leistungsaufnahme entscheidend, sondern auch, wie häufig und lange das Gerät betrieben wird: Ein 1000-Watt-Fön, der täglich 5 Minuten gebraucht wird, trägt ca. 30 kWh zur Jahresstromrechnung bei; ein Elektrowecker mit 10 Watt, der ständig läuft, verursacht ca. 88 kWh.

Neukauf

Oft ist es wirtschaftlich, beim Kauf eines besonders energiesparenden Gerätes erst mal einen Aufpreis zu akzeptieren und dafür auf Dauer vom niedrigeren Stromverbrauch zu profitieren. Für große Haushaltsgeräte besteht eine Kennzeichnungspflicht  über ihre Energieeffizienz (Kategorien A++ bis G) .

Viele Geräte erfüllen mittlerweile die Kategorie-A-Bedingungen. Es lohnt sich, mittels der jährlich aktualisierten Liste Besonders sparsame Haushaltsgeräte, sich eines der besten unter vielen guten Geräten auszuwählen.

Stand-by-Betrieb

Die Zahl moderner Geräte zur Unterhaltung oder Kommunikation in Haushalten (z. B. Computer, Anrufbeantworter, DVD-Player u. ä.) ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele sind den ganzen Tag in Betrieb und lassen sich oft nicht mehr komplett ausschalten, z. B. wegen Komfort oder Datenverlust.

Je nach Geräteausstattung liegt der Stromverbrauch im Stand-by in einer Größenordnung von 50-100 Watt je Haushalt. Bereitschaftszeiten sind für ca. 11 Prozent des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich. Geräte ohne echten Ausschalter sollten, wo immer es möglich ist, z. B. durch schaltbare Mehrfachstecker vom Netz getrennt werden. Identifizieren lassen sie sich durch eine fühlbare, leichte Erwärmung bei Nichtgebrauch oder eine einfache Verbrauchsmessung.

Bei den Geräten, wo ein Stand-by -Betrieb zur Datensicherung oder ständigen Erreichbarkeit nicht zu vermeiden ist, sollte bei Neuanschaffung der Stromverbrauch im Stand-by ein wichtiges Kaufkriterium sein. Bei Fernsehgeräten liegt die Bandbreite der Werte hierfür beispielsweise zwischen 0,1 und 20 Watt. Ziel ist, dass alle Elektrogeräte künftig den Stand-by -Modus mit 1 Watt Leistungsaufnahme gewährleisten können. Eine wichtige Orientierungshilfe für den Kauf energiesparender Geräte zur Unterhaltung oder Kommunikation bietet die "Gemeinschaft Energielabel Deutschland", die eine aktuelle Liste der 25 Prozent sparsamsten Geräte herausgibt.

Beleuchtung

Etwa zehn Prozent  des Stromverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Beleuchtung. Aber gerade in diesem Bereich ist die technische Entwicklung sehr weit fortgeschritten. Moderne Energiesparlampen haben die Nachteile gegenüber älteren Modellen längst überwunden und verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen. Energiesparlampen werden ebenfalls mit dem EU-Label (Kategorien A bis G) gekennzeichnet. Deshalb gilt auch hier: Je höher die Energieeffizienzklasse, desto höher die Stromeinsparung.


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