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Tipps zur Nutzung von Backöfen & Herden

- Der Topfdeckel sollte beim Kochen möglichst geschlossen bleiben, so geht weniger Wärme verloren. © Getty Images
Bei der Verwendung von Herden und Backöfen können Verbraucher den Strom- oder Gasverbrauch zum eigenen Vorteil beeinflussen. Einfache Tricks helfen dabei, die Energiekosten zu senken.
Klein aber fein
Es muss nicht immer der Herd sein! Für das Aufwärmen kleiner Mengen ist die Mikrowelle unschlagbar effizient. Auch für heißes Wasser bleibt der Elektroherd besser kalt. Ein elektrischer Wasserkocher erhitzt Wasser weitaus energieeffizienter und auch schneller. Und auch mit einem Eierkocher können bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zur Zubereitung auf dem Herd eingespart werden.
Tipps zum Kochen auf dem Herd
- Kochen ohne Topfdeckel ist wie Heizen bei offenem Fenster. Ohne den passenden Topfdeckel benötigt muss etwa dreimal mehr Energie aufgewendet werden, um das Gargut kochend zu halten. Wenn fest schließende Topfdeckel verwendet werden, geht die Wärme nicht verloren, sondern bleibt im Topf. Topfgucker behalten den Durchblick mit gläsernen Topfdeckeln – so kann auf das ständige Lüften des Deckels verzichtet werden. Auch das spart erheblich Energie.
- Elektroherde haben eine lange Nachheizphase. Deshalb lohnt es sich, mit Fingerspitzengefühl zu kochen. Auch nach dem Abschalten der Kochplatte liefer diese noch genügend Restwärme für den Kochvorgang.
- Bei der Zubereitung von Gemüse und Kartoffeln reicht es, den Topfboden mit Wasser zu bedecken und den Topf während des Garens gut zu verschließen. So garen die Lebensmittel sanft mit Wasserdampf und die Vitamine bleiben erhalten.
- Wenn das Kochgeschirr kleiner ist als die Kochplatte, geht Wärme verloren. Deshalb immer Töpfe und Pfannen mit dem passenden Durchmesser wählen.
- Ein ebener Topf- oder Pfannenboden sorgt für guten Kontakt zur Herdplatte und hilft dabei, Energie zu sparen.
- Der Einsatz hoher, schmaler Töpfe verbraucht weniger Energie als die Verwendung niedriger, breiter Töpfe.
- Der Schnellkochtopf ist zwar aus der Mode gekommen, dennoch lohnt seine Wiederentdeckung besonders bei Garzeiten über 20 Minuten. Der Schnellkochtopf spart bis zu 30 Prozent Energie und darüber hinaus Zeit beim Kochen.
- Tiefgekühlte Lebensmittel besser nicht mit Hilfe des Herdes auftauen. Energieeffizienter ist es, Tiefkühlgut im Kühlschrank aufzutauen.
Tipps zum Backen
- Das Vorheizen des Backofens ist oft verzichtbar, denn z. B. ein Braten wird trotzdem gar und kross. Ausnahmen sind empfindliche Teigsorten wie Blätterteig. Der Verzicht aufs Vorheizen kann den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren.
- Backen mit Umluft ist energieeffizienter als mit Ober- und Unterhitze. Durch die gleichmäßige Wärmeverteilung im Ofeninneren kann die Betriebstemperatur etwa 20 bis 30 °C niedriger als im Rezept vorgegeben eingestellt werden. Außerdem kann auf mehreren Backblechen gleichzeitig gebacken werden.
- Die Ofentür während des Backvorgangs nicht ständig öffnen, um die Temperatur im Ofeninneren konstant zu halten. Wärme würde sonst ungenutzt verloren gehen und der Ofen müsste nachheizen.
- Je nach vorangegangener Backzeit können bis zu 15 Minuten Nachwärme genutzt werden, nachdem der Backofen ausgeschaltet wurde. Gebäck oder Braten nutzen die Restwärme und gelingen energieeffizient.
- Braten sollte stets ein Gewicht von mindestens zwei Kilogramm haben, um im Backofen zubereitet zu werden. Sind die Bratenstücke kleiner, können sie effizienter in Pfanne und Topf zubereitet werden.








