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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Warmwasserbereitung

Badewanne
Durch eine energieeffiziente Warmwasserbereitung und den sparsamen Einsatz des erwärmten Wassers lässt sich der Energieverbrauch reduzieren. Quelle: Getty Images

Haushalte benötigen in Bad und Küche warmes Brauchwasser. Mit einer konsequent energieeffizienten Warmwasserbereitung und dem bewussten Warmwassergebrauch lassen sich hier Energieeinsparpotenziale nutzen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. 

Die Art der Brauchwassererwärmung ist neben dem sparsamen Einsatz des erwärmten Wassers eine gute Möglichkeit, den Energieverbrauch und damit die Haushaltsnebenkosten zu reduzieren. 

 

Effizient: zentrale Warmwasserbereitung

Warmes Brauchwasser lässt sich besonders kostengünstig und energiesparend in einem Heizsystem mit einem zentralen, modernen Heizkessel erzeugen. In vielen Fällen empfiehlt es sich, zusammen mit der Heizungsmodernisierung auch die Warmwasserbereitung zu erneuern.

Am gebräuchlichsten sind Anlagen, bei denen das Brauchwasser vom Heizkessel erwärmt und in gut gedämmten Wasserspeichern für die Nutzung in Küche und Bad bereitgehalten wird. Einfamilienhäuser benötigen Speicher mit einem Fassungsvermögen von etwa 100 bis 300 Litern je nach Haushaltsgröße. 

Diese Speichersysteme bieten den Vorteil, sehr einfach mit einer Solarthermie-Anlage kombinierbar zu sein. Die Vorbereitungen für den künftigen Anschluss einer Solarthermie-Anlage können beim Austausch des veralteten Warmwasserspeichers getroffen werden. Geräte, die für den Anschluss solcher Anlagen geeignet sind, sind auch ohne die Verwendung der Solarthermie-Anlage voll einsatzfähig.

Dezentrale Warmwasserbereitung bei Bedarf

Die dezentrale Warmwasserbereitung bietet den Vorteil, dass nur die benötigte Menge Warmwasser erzeugt werden muss. Kombikessel oder Kombikesselthermen für die Warmwasserbereitung, bei denen das Wasser wie bei einem Durchlauferhitzer durch einen Wärmeüberträger im Kessel strömt, kommen ohne Warmwasserspeicher aus, benötigen jedoch eine große Heizleistung.

Heizgeräte für die dezentrale Warmwasserbereitung werden beispielsweise in Etagenwohnungen eingesetzt, die mit dem vorhandenen Rohrsystem schlecht zu versorgen sind, z. B. in Altbauten. Es können mehrere Abnahmestellen angeschlossen werden, die unter Umständen jedoch nicht gleichzeitig nutzbar sind. Typische Beispiele hierfür sind Gas- oder Strom-Durchlauferhitzer.

In Situationen, in denen das warme Brauchwasser über längere Strecken bis zur Abnahmestelle transportiert werden muss, kann der Einsatz einer Zirkulationsleitung sinnvoll sein, in der warmes Brauchwasser permanent umgewälzt wird und so jederzeit und überall zur Verfügung steht. Beim Einsatz von Zirkulationspumpen muss eine selbsttätige Abschaltung, wie z. B. eine Zeitschaltuhr, eingebaut werden, um das unnötige Arbeiten der Pumpe zu verhindern. Eine elektrische Rohrbegleitheizung ist aus hygienischen und energetischen Gründen nicht zu empfehlen.

Achtung!

Da Warmwasser als Trinkwasser und damit als Lebensmittel zählt, dürfen Installationen nur von Fachbetrieben mit Zulassung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) ausgeführt werden. Bei Trinkwasserinstallationen dürfen nur zugelassene Materialien (DVGW-Prüfzeichen) eingesetzt werden. Das gilt auch für Lot, Fluss und Dichtmittel. Bei Trinkwasserleitungen ist die Kombination verschiedener Materialien, z. B. Kupfer, verzinkter Stahl oder Edelstahl unter Umständen problematisch, da Korrosionsgefahr besteht.

Wasser mit einer Temperatur bis 50 °C kann zu einer rasanten Legionellenvermehrung führen. Zum Schutz vor Legionellen muss das Warmwasser laut technischer Regel bzw. Trinkwassernorm auf eine Speicheraustrittstemperatur von mindestens 60 °C erhitzt werden.

Achten Sie auf gute Wärmedämmung von Warmwasserspeichern, besonders an den Rohrleitungsabgängen.


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