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Erdgaskauf

- Rund 50 Prozent der deutschen Haushalte heizen mit Erdgas. © bobot / photocase.com
Über 18 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Erdgas. Der Erdgaspreis ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Mit modernen Brennwertkesseln oder kombinierten Anlagen lassen sich die Kostensteigerungen begrenzen. Außerdem kann sich beim Gasbezug ein Anbieterwechsel lohnen. Bei verschiedenen Gasanbietern kommt neben dem Erdgas auch Biogas zum Einsatz, dessen Preis unabhängig vom Erdölpreis festgelegt wird.
Seit dem 1. April 2006 ist der Gasmarkt in Deutschland liberalisiert, wodurch für Verbraucher der freie, unkomplizierte Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich ist. Ein Vergleich der Gasanbieter z. B. nach Preisen, Laufzeiten, Festpreisgarantien oder Kündigungsfristen erleichtert die Entscheidung.
Erdgas wird von den meisten Gasanbietern nach dem thermischen Energieinhalt in Euro/kWh abgerechnet. Der thermische Energieinhalt ist der Brennwert des Erdgases, also diejenige Wärmemenge, die bei der Verbrennung entsteht. Der Brennwert von Erdgas wird in kWh angegeben und ist abhängig von der chemischen Gaszusammensetzung, der Temperatur des Gases und der Höhenlage des versorgten Gebietes. Außerdem berechnen die Gasanbieter einen Grundpreis oder Leistungspreis, der entweder als Pauschale erhoben wird oder sich aus der maximalen Anschlussleistung der Gasgeräte ergibt.
Der Wechsel zu einem anderen Gasanbieter kann innerhalb weniger Wochen nach Abschluss des Vertrages vollzogen sein und verursacht keine weiteren Kosten oder kostenverursachenden baulichen Veränderungen. Die unterbrechungsfreie Gasversorgung ist während des gesamten Wechselvorgangs durch gesetzliche Regelungen garantiert. Alter und neuer Gasanbieter regeln den technischen und den Abrechnungswechsel.
Die Erdgaspreisbildung unterliegt der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht. In Deutschland ist der Erdgaspreis fest mit dem Erdölpreis verbunden und vollzieht in der Regel die Preisentwicklung des Erdöls um drei bis sechs Monate verzögert nach.
Durch den Einsatz moderner Gasbrennwertkessel oder durch die Kombination mit einer Solarthermieanlage lässt sich der Gasverbrauch reduzieren. Der Austausch eines veralteten Heizkessels durch ein neues Erdgas-Brennwertgerät kann die Heizkosten um bis zu 30 Prozent senken.
Biogas , das aus der Vergärung von Biomasse gewonnen wird, kann so veredelt werden, dass es als gleichwertiges „Bioerdgas“ in die Gasleitungen eingespeist werden kann. Mit Biogas soll künftig ein signifikanter Anteil der Wärmeenergieversorgung durch einen heimischen, regenerativen Energieträger gedeckt werden. Die Branche möchte bis 2030 bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Bioerdgas in die Erdgasversorgung Deutschlands integrieren








