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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Nachtspeicherheizung

Haus bei Nacht
Nachtspeicherheizungen wandeln nachts Strom in Wärme um und geben diese dann tagsüber wieder ab. Quelle: Jens912/photocase.com

Als Nachtspeicherheizung werden Einzelöfen bezeichnet, die nachts "aufgeladen", also angeheizt werden. Die gespeicherte Wärme wird tagsüber abgegeben.

Durch thermostatgeregelte Ventilatoren wird die gespeicherte Wärme tagsüber individuell dosiert an die Umgebung abgegeben. Diese Technik wurde in den 1970er Jahren gefördert, um die Auslastung und Effizienz der öffentlichen Kraftwerke zu erhöhen und die so genannten nächtlichen Stromtäler zu überbrücken. Energieversorgungsunternehmen konnten so die Grundlast bei der Stromerzeugung ausbauen.

Waren diese Pufferspeichertechnologien früher notwendig, um die Stromproduktion der schwer regelbaren Großkraftwerke (wie z. B. Kernkraftwerke) zu puffern, so können heute in Zeiten geringer Stromnachfrage die kleineren Kraftwerke heruntergefahren werden, um die Stromproduktion zu regeln.

Da die Umwandlung von Strom in Wärme eine der ineffizientesten Möglichkeiten darstellt, sind die Kosten dieser Heizung vergleichsweise hoch. Neben den hohen Umwandlungsverlusten bei der Stromherstellung und den damit verbundenen Emissionen sprechen auch die hohen Stromkosten gegen die Verwendung von Nachtspeicherheizungen.

Die Nachtspeicherheizung wurde häufig bei der Altbaumodernisierung als einfacher Ersatz für öl- oder kohlebefeuerte Einzelöfen eingesetzt. Sie ist heute hinsichtlich Umweltschutz und hohen Verbrauchskosten weder zeitgemäß noch ratsam.

Alternativen

Der größte Aufwand bei der Umstellung einer bestehenden Nachtspeicherheizung auf ein energieeffizienteres und moderneres Heizsystem wird durch die notwendige Verlegung der Heizungsrohre verursacht. Deshalb empfiehlt es sich, die Umstellung im Zuge einer ohnehin geplanten Sanierung vorzunehmen.

Die Wahl des neuen Heizsystems hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel: Gibt es ausreichend Stell- und Lagerplatz (Heizungskeller)? Sollen erneuerbare Energien zum Einsatz kommen? Welche Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs können vor dem Heizungstausch sinnvoll vorgenommen werden?

Solarwärmeanlagen lassen sich ergänzend zu fast allen Heizungsarten als Heizungsunterstützung einsetzen.

Gefördert werden Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen mit zinsgünstigen Darlehen der KfW Förderbank.

Ausbau und Entsorgung von alten Geräten sollten nur von Fachkräften vorgenommen werden, da viele alte Elektroheizungen Asbest enthalten. Energie- und Verbraucherberater verfügen in der Regel über Listen, die die Typen asbesthaltiger Nachtspeicherheizungen aufführen.


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