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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Wärme aus erneuerbaren Energien

Solaranlage
Die Nutzung erneuerbarer Energien macht unabhängiger von der Öl- und Gaspreisentwicklung und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Quelle: Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES © Fotoautor: Ernst Schweizer AG, Bahnhofplatz 11, 8908 Hedingen

Die Preise für Heizenergie steigen kontinuierlich an. Deshalb lohnen sich Investitionen, die langfristig für einen möglichst effizienten Energieeinsatz und die Reduzierung des Endenergieverbrauchs sorgen. Eine optimal gedämmte Gebäudehülle, der Einsatz moderner Heiztechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien machen unabhängiger von der Öl- und Gaspreisentwicklung und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.

Bei älteren Immobilien kann die energetische Sanierung erheblich zur Reduzierung des Wärmebedarfs und so zur Senkung der Heizkosten beitragen. Gebäude, die einen geringen Wärmebedarf aufweisen, können mit moderner Heiztechnik erneuerbare Energieträger nutzen. Moderne Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen sorgen für eine zuverlässige Wärmeversorgung, schaffen weitgehende Unabhängigkeit von konventionellen Energieträgern und entlasten die Umwelt.

Exemplarisch hat die dena die mögliche Kostenersparnis durch den Einsatz eines modernen Heizsystems errechnet. Das Beispielhaus ist ein Einfamilienhaus aus den 1960er Jahren mit einem 20 Jahre alten Heizkessel. Es wurde an der Außenfassade, der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke optimal gedämmt, so dass es nun rund ein Drittel weniger Heizenergie benötigt. Der verbleibende Energiebedarf soll mit moderner Heiztechnik unter Verwendung verschiedener erneuerbarer Energieträger gedeckt werden.

Wärme aus Sonnenenergie

Eine Solarthermie-Anlage liefert bis zu 60 Prozent der übers Jahr notwendigen Heizwärme für das gesamte Gebäude. Ausschlaggebend für die optimale Deckung des gesamten Wärmebedarfs ist die Auslegung der Kollektorfläche im Verhältnis zur Größe des Wärmespeichers sowie zur Größe des Haushalts und zum Anwendungsbereich. In Kombination mit einer modernen Brennwertheizung ist eine Solarthermie-Anlage für die Erwärmung von Brauchwasser bereits für 8.000 bis 10.000 Euro erhältlich. Sollen auch Räume solar beheizt werden, müssen etwa 5.000 Euro mehr eingeplant werden. Ein effizienter Gas- oder Öl-Brennwertkessel kann die Energiekosten um weitere 25 Prozent reduzieren.

Wärme aus Holz

Eine Holzpelletheizung kann den alten Heizkessel gut ersetzen. Sie ist wie eine übliche Zentralheizung aufgebaut und gewinnt die Heizenergie aus der Verbrennung der Holzpellets, die in großen Mengen vom Tanklaster angeliefert werden können. Vom Lagerraum werden die Holzpellets automatisch in den Heizkessel transportiert, wo sie nahezu rückstandsfrei, staubarm und mit hohem Wirkungsgrad verbrannt werden. Der Einsatz einer modernen Holzpelletheizung kann die Brennstoffkosten gegenüber der Verwendung von alter Heiztechnik um bis zu 35 Prozent senken.

Auch in der Umweltbilanz punkten Holzpelletheizungen. Bei der Verbrennung der natürlichen Holzpresslinge entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie Bäume und Sträucher während des Wachstums aufgenommen haben. Die moderne Technik erlaubt so eine fast klimaneutrale Beheizung von Brauchwasser und Räumen. Besonders emissionsarme Pelletöfen und -heizkessel tragen sogar das Umweltzeichen Blauer Engel.

Besonders effizient ist die Kombination einer Holzpelletheizung mit einer Solarwärmeanlage für die Warmwasserbereitung. Wenn im Sommer die Sonne für warmes Wasser sorgt, bleibt die Holzpelletheizung ausgeschaltet Für eine Pelletheizung müssen Investitionen zwischen 10.000 und 14.000 Euro eingeplant werden. Für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung müssen weitere 4.000 bis 5.000 Euro hinzugerechnet werden.

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen die gespeicherte Sonnenwärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder aus der Außenluft, um Räume zu erwärmen. Da dieses Heizsystem am effizientesten mit geringen Vorlauftemperaturen arbeitet, sollten großflächige Heizkörper zum Einsatz kommen. Besonders gut passen Wärmepumpensysteme deshalb zu Fußboden- oder Wandheizungen. Eine optimal eingeregelte Wärmepumpe kann mit einer Kilowattstunde Strom, die für den Antrieb der Wärmepumpe eingesetzt wird, mehr als drei Kilowattstunden Wärme bereitstellen. Um das System zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu betreiben, sollte Ökostrom eingesetzt werden.

Besonders energieeffizient sind Erdwärmepumpen. Die Investitionskosten für Erdwärmepumpen liegen zwischen 16.000 und 20.000 Euro. Wärmepumpen lassen sich sehr effizient zusammen mit Solarthermie-Anlagen betreiben, die im Sommer die Wärmebereitstellung komplett übernehmen.

Die Investitionskosten für ein Wärmepumpensystem unterliegen den regionalen Besonderheiten. Wärmepumpensysteme sind nicht für jeden Standort geeignet.


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