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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Weltklimarat und IPCC – Berichte

Kraftwerk Boxberg
Die IPCC-Berichte bilden die Grundlage für die politische Diskussion über notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz.

Der Weltklimarat soll die weltweiten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel und seine Folgen zusammentragen und in Wissenstandsberichten darstellen.

Der Weltklimarat– (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC ) – ist Teil des UN-Umweltprogramms. Er ist der Klimarahmenkonvention beigeordnet. Seine Berichte bilden die Grundlage für die politische Diskussion über notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz. Der IPCC wurde 2007 (gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore) für seine Arbeit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

In seinem Vierten Sachstandbericht 2007 hat der Weltklimarat erneut deutlich darauf hingewiesen, dass zusätzliche verstärkte Anstrengungen notwendig sind, um die durchschnittliche Erderwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts unter einem Niveau von zwei Grad Celsius zu halten, bis zu dem die Folgen des Klimawandels für den Menschen gerade noch erträglich wären.

Der Vierte Sachstandsbericht beendete die Diskussionen um die Rolle des Menschen im Klimasystem. Seine wichtigsten Kernaussagen sind:

  • „Die globalen Treibhausgas (THG)-Konzentrationen haben seit 1750 deutlich zugenommen und übersteigen heute bei weitem die jahrtausendelang aufgetretenen vorindustriellen Werte.“ 
  • „Die globalen anthropogenen Treibhausgasemissionen sind im Zeitraum von 1970 bis 2004 um 70 Prozent, die CO2 -Emissionen sogar um 80 Prozent gestiegen, wobei sich die Zunahme in den letzten zehn Jahren beschleunigt hat.“
  • „Weder Anpassung noch Minderung allein können gravierende Auswirkungen des Klimawandels verhindern, sie können sich jedoch ergänzen und so die Risiken des Klimawandels signifikant verringern.“
  • „Minderungsmaßnahmen und Investitionen der kommenden zwei bis drei Jahrzehnte bestimmen weitgehend, wie THG-Konzentrationen auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert werden können. Dies wiederum ist maßgeblich dafür, ob langfristige Risiken […] verringert, vermieden oder verzögert werden können.“
  • „Um die THG-Konzentrationen in der Atmosphäre zu stabilisieren, müssten die Emissionen, nachdem sie ihren Höhepunkt erreicht haben, anschließend zurückgehen. […] Das IPCC-Szenario mit dem bislang niedrigsten Stabilisierungsniveau erfordert innerhalb von 10 Jahren eine Trendwende bei den CO2 -Emissionen. Für dieses Szenario müssen die globalen CO2 -Emissionen bis 2050 um 50 – 85 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 gemindert werden. [So] ermöglicht dieses Szenario eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2,0 - 2,4°C über vorindustriellen Werten. Dadurch könnte die Anzahl der direkt durch Küstenüberflutung betroffenen Menschen, das Risiko des Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten, Schäden an Korallenriffen und die Gefahr von Schäden an Infrastruktur sowie landwirtschaftliche Produktionsausfälle vermindert werden.“

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