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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Klimaschutz

blauer Himmel mit Wolken und Sonne
Die Europäische Union hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen um insgesamt 8 Prozent verpflichtet. © wagner-solar.com

Die CO2 -Emissionen müssen gemäß eines Szenarios des Weltklimarats bis 2050 um bis zu 85 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 reduziert werden, um die Klimaänderung noch eindämmen zu können. Die internationale Klimapolitik sucht seit 1992 nach Lösungen.

Von Rio nach Kopenhagen

Der Grundstein für den globalen Klimaschutz wurde im Jahr 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro gelegt. Mehr als 150 Staaten unterzeichneten damals die Internationale Klima-Rahmenkonvention . Auf deren Grundlage wurden bis 1997 erste quantitative Zielvorgaben für die Entwicklung der Treibhausgasemissionen ausgearbeitet und im so genannten Kyoto-Protokoll  festgelegt. Darin verpflichten sich die Industriestaaten, ihre Treibhausgasemissionen bis 2012 im Vergleich zum Jahr 1990 zusammen um mindestens 5 Prozent zu verringern. Das Protokoll trat 2005 in Kraft. Seitdem ringen die Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer auf den jährlichen UN-Klimakonferenzen  um ein Nachfolgeabkommen. Die letzte Konferenz fand im Dezember 2009 in Kopenhagen, Dänemark statt. Der Weltklimarat (IPCC)  trägt in seinen Sachstandsberichten den wissenschaftlichen Erkenntnisstand über den Klimawandel und seine Folgen zusammen. 

Klimaschutz in Deutschland

Deutschland hatte sich im Jahr 1990 dazu verpflichtet, bis 2005 den Ausstoß von Kohlendioxid um 25 Prozent zu verringern. Dieses Ziel wurde im Kyoto-Protokoll auf 21 Prozent Reduktion bis 2012 relativiert. Dieses Ziel wurde bereits 2007 erreicht.

Grundlage für die Klimaschutzpolitik in Deutschland ist das nationale Klimaschutzprogramm, das im Laufe der Zeit mehrfach ausgeweitet wurde und auf folgenden Säulen basiert:

  • Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien
  • Erhöhung der Energieeffizienz in Neubauten und Förderung der CO2 -Minderung in bestehenden Gebäuden, z. B. durch Wärmedämmung und effiziente Heiztechnik
  • Steigerung der Energieproduktivität durch den Einsatz effizienter Technik, etwa der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Senkung der CO2 -Emissionen im Verkehrsbereich, z. B. durch die Verlagerung von Straßenverkehr auf die Bahn, Treibstoff sparende PKW und Biokraftstoffe

Mit dem 2007 und 2008 beschlossenen Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP)  möchte die Bundesregierung die deutschen Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 reduzieren.

Der Primärenergieverbrauch ging im Zeitraum 1990 bis 2009 um rund 10 Prozent (ca. 1.500 PJ) zurück. Im gleichen Zeitraum sanken die Treibhausgasemissionen in Deutschland um knapp 29 Prozent auf 878 Mio. Tonnen CO2 -Äquivalente.

Europäischer Klimaschutz

Die Europäische Union hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen um insgesamt 8 Prozent verpflichtet. Dabei sind die Mitgliedsstaaten in unterschiedlichem Ausmaß in die Pflicht genommen worden. So sollen zum Beispiel Deutschland und Dänemark ihre Emissionen im Zeitraum 2008-2012 um 21 Prozent senken, während etwa Spanien, Portugal oder Irland ihren Ausstoß an Treibhausgasen noch erhöhen dürfen. Eine wichtige Maßnahme ist der europäische Emissionshandel .


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