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Wärmeerzeugung mit Solar- und Geothermie

- Erneuerbare Energien haben noch einen sehr geringen Anteil an der Wärmeerzeugung, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Solar Agentur Schweiz
Die meisten Wohnungen und Häuser werden in Deutschland mit Gas, Heizöl, Kohle, Strom oder per Fernwärme beheizt. Erneuerbare Energien wie Solarthermie oder Geothermie haben noch einen sehr geringen Anteil an der Wärmeerzeugung, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung.
Solarthermie
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 5.6 Gigawattstunden (GWhth) Wärme mit solarthermischen Anlagen erzeugt – also vor allem von Sonnenkollektoren auf Wohnhäusern oder Schwimmbädern, die die Sonnenenergie zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung nutzen. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viel, wie noch vor fünf Jahren.
Der deutsche Solarthermiemarkt setzte auch 2010 mit einem Umsatzrückgang um ein Drittel auf knapp eine Mrd. Euro den Abwärtstrend des Vorjahres fort und beschäftigte noch 20.000 Personen.
Nach Angaben des Bundesverbandes der Solarwirtschaft (BSW) wurden in Deutschland 2011 149.000 Solarwärmeanlagen neu installiert, was einer Kollektorfläche von 1,27 Mio. Quadratmetern entspricht.
Trotz des Umsatzrückgangs ist das Interesse an Solarkollektoren nach Verbandseinschätzung dennoch hoch. Die Belastung der Verbraucher durch hohe Öl- und Gaspreise sowie auch verbesserte staatliche Förderkonditionen halten die Nachfrage auf einem gesunden Niveau, so dass immer mehr alte Heizkessel durch moderne Solarheizungen ersetzt werden. Insgesamt wohnen nach Angaben des BSW bereits über drei Millionen Menschen in Deutschland in Häusern mit einer Solaranlage und nutzen Solarenergie für die Wärme- oder Stromgewinnung.
Zahlen zur Solarthermie-Branche in Deutschland zum Ende 2010
| Anzahl Solarthermieunternehmen (inkl. Handwerk) | rd. 15.000 |
| In Deutschland 2011 neu installierte Kollektorfläche | rd. 1,27 Mio. m² |
| In Deutschland 2011 neu installierte Solarthermie-Anlagen | 149.000 |
| Marktentwicklung in Deutschland von 2010 auf 2011 | rd. +10% |
| Neu installierte Leistung 2011 | rd. 890 MW (therm) |
| Gesamt installierte Leistung | 10,7 GW (therm) |
| Gesamt installierte Kollektorfläche | rd. 15,3 Mio. m² |
| Wertschöpfungsanteil Inland | > 75% |
| CO2-Vermeidung 2010 | > 1 Mio. Tonnen |
| Senkung Kosten für Solarthermieanlagen von 1990 bis 2011 | rd. 43 Prozent |
| Anteil am deutschen Wärmeverbrauch 201/2020/2030 | 1%/3%/8% |
Geothermie
Die Nutzung der Geothermie, also das Ausnutzen höherer Temperaturen im Erdinneren zur Wärme – und Stromerzeugung, wird in Deutschland weiter vorangetrieben. Im Jahr 2009 wurden 6.3 GWhth Wärme (Endenergie) durch geothermische Anlagen bereitgestellt – ein Anteil von über fünf Prozent an der Bereitstellung von Wärme aus erneuerbaren Energien. Zur Stromerzeugung waren 6,6 MW Leistung installiert, die 18,8 GWhel Strom erzeugten. Die Branche nahm im Jahr 2010 Investitionen von ca. 960 Mio. Euro vor. Der Wärmepumpenmarkt konsolidierte sich in den vergangenen beiden Jahren – nach dem Boomjahr 2008 mit über 60.000 verkauften Wärmepumpen – bei einem Absatz von 51.000 Wärmepumpen 2011.
Die Branche beschäftigte im gleichen Jahr 12.000 Menschen.







