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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Laufwasserkraftwerke

Wasserkraftanlage
Laufwasserkraftwerke nutzen die Wasserkraft eines Flusses. © OSSBERGER GmbH & Co. KG

Laufwasserkraftwerke nutzen die Wasserkraft eines Flusses. Der Fluss wird durch ein Wehr aufgestaut und das vom oberen in das untere Becken strömende Wasser durch Turbinen geleitet. In manchen Flüssen führt erst die Stauung durch Laufwasserkraftwerke dazu, dass sie schiffbar werden.

Laufwasserkraftwerke stauen einen Fluss auf, jedoch im Gegensatz zu Talsperren  meist nur mit einem geringen Höhenunterschied von häufig weniger als zehn Metern  - und ohne Speichermöglichkeit für das Wasser. Da die meisten Laufwasserkraftwerke nur ein geringes Gefälle aufweisen und das Wasser deshalb nur einen geringen Druck aufbauen kann, werden sie auch als Niederdruckkraftwerke bezeichnet. Ihre Leistung wird hauptsächlich durch große Durchflussmengen erzielt.

Beim Herabfließen wird das Wasser durch Turbinen geleitet, die ihrerseits Generatoren antreiben und so Strom erzeugen. Laufwasserkraftwerke lassen sich als Grundlastkraftwerke einsetzen, da sie kontinuierlich Strom produzieren, auch wenn die produzierte Strommenge mit dem Wasserstand des Flusses schwankt.

Wo es möglich ist, werden auch Laufwasserkraftwerke mit möglichst hohen Staumauern errichtet, so dass das Wasser durch die größere Fallhöhe einen höheren Druck aufbaut und so größere Mengen Strom erzeugt werden können. Diese Kraftwerke gehören zu den größten der Welt. Beispiel hierfür sind die riesigen Anlagen des Drei-Schluchten-Staudamms in China, der Itaipu-Staudamm an der Grenze von Brasilien und Paraguay und der Assuan-Staudamm in Ägypten. Abhängig von der Größe der Anlage bedeuten auch Laufwasserkraftwerke einen erheblichen Eingriff in die natürliche Flusslandschaft.


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