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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Wirtschaftlichkeit von Wasserkraftanlagen

Wasserkraftanlage
Die Wirtschaftlichkeit einer Wasserkraftanlage errechnet sich aus Investitionskosten, Betriebskosten und Erlösen. © OSSBERGER GmbH & Co. KG

Wasserkraftanlagen verlangen hohe Investitionen. Sie werden technisch auf die natürlichen Gegebenheiten ihres Einsatzortes abgestimmt, um optimale Erträge zu erreichen.

Die Wirtschaftlichkeit einer Wasserkraftanlage errechnet sich - wie bei anderen Anlagen auch - aus Investitionskosten, Betriebskosten und Erlösen. Die Investitionskosten für  kleine Wasserkraftwerke ( zwischen 100 und 1000 Kilowatt (kW) ) betragen etwa 4.000 bis 6.000 Euro pro kW.

Häufig werden zum Ausbau der Wasserkraft alte Standorte kleiner Wasserkraftwerke erneut genutzt. Dabei wird meist sowohl die Leittechnik als auch die Turbine ausgetauscht. Damit lässt sich die Wirtschaftlichkeit des bestehenden Kraftwerks deutlich steigern.  Zu den Betriebskosten zählen Steuern, evtl. Pacht, Versicherung und Wartungskosten. Der Einsatz einer automatischen Überwachung und Wartung senkt die Betriebskosten und erhöht dadurch die Produktivität des Kraftwerks.

Um sich trotz hoher Investitionskosten zu amortisieren, muss der Standort der Kraftwerke genau daraufhin untersucht werden, welche Voraussetzungen  das Gewässer mitbringt, an dem es errichtet wird. Wichtig ist dabei besonders, dass im Jahresverlauf die Wassermenge nicht zu sehr schwankt. Bei Hoch- und Niedrigwasser müssen die Kraftwerke häufig abgeschaltet werden. Um die optimale Leistung zu erreichen, wird das Kraftwerk  genau auf das Gewässer abgestimmt.

Die Stromgestehungskosten liegen bei großen Anlagen bei 3 bis 10 Cent/kWh und bei Kleinwasserkraftwerken bei 10 bis 25 Cent/kWh. Die Förderung der Wasserkraft wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz  nach Leistung des Kraftwerks gestaffelt vergütet. Neben der Leistung  ist ein weiteres Förderungskriterium, ob die Anlage neu erbaut oder modernisiert wurde. Nach diesen beiden Kriterien unterscheidet sich die Vergütung , die auf 15 bzw. 20 Jahre festgeschrieben ist. Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist die Einhaltung der Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG).


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