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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Paraboloidkraftwerke

Paraboloid-Anlage des Instituts für Technische Thermodynamik in Lampoldshausen
Für eine dezentrale Stromerzeugung in abgelegenen, netzfernen Regionen bieten sich Paraboloid-Systeme an. Bild: DLR

Für eine dezentrale Stromerzeugung in abgelegenen, netzfernen Regionen bieten sich Paraboloid-Systeme, auch Dish-Stirling-Anlagen genannt, an. Diese können relativ einfach in kleiner Form einzeln aufgebaut und modular zusammengeschlossen werden.

Die einzelnen Module sind in ihrer Bauform sehr kompakt. Die Spiegel werden mit Durchmessern von drei bis 25 Metern gebaut, deren elektrische Leistung jeweils zwischen 5 und 50 kW beträgt. Aber es ist auch möglich, beliebig viele dieser Module zu einem großen Solarkraftwerk zusammenzuschalten.

Auf der Anlage ist ein rotationssymmetrisch parabolisch gekrümmter Konzentratorspiegel drehbar auf einem Gestell montiert und wird kontinuierlich zweiachsig der Sonne nachgeführt. Im Brennpunkt befindet sich ein Receiver mit Stirlingeinheit, der die Strahlung absorbiert und als Hochtemperaturwärme an einen Stirling-Motor abführt. Der Stirling-Motor ist eine Wärmekraftmaschine, in der in einem abgeschlossenen Kolbenraum ein Arbeitsgas, wie Luft oder Helium von außen abwechselnd erhitzt und gekühlt wird, um so in einem viertaktigen Arbeitsablauf über ein Kurbelgetriebe mechanische Energie zu erzeugen. So wird die thermische Energie direkt in mechanische Arbeit umgesetzt und über einen Generator elektrischer Strom erzeugt.

Im Vergleich zu anderen solarthermischen Systemen bieten Dish-Stirling-Anlagen sehr hohe Wirkungsgrade bei der Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie, haben jedoch noch relativ hohe Anlagekosten.


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