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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Funktionsprinzip: Stromerzeugung aus Erdwärme

Schema der geothermischen Stromerzeugung in Landau+
Schema der geothermischen Stromerzeugung in Landau. Quelle: BINE Informationsdienst / Urheber: Geox GmbH, Landau

Im norddeutschen Becken finden sich in porösem Sandstein in einer Tiefe von 1,5 - 2,5 km große Thermalwasservorkommen. Je nach Tiefenlage und Schicht kann der Salzgehalt zwischen 80 und 350 g/l betragen (zum Vergleich: Meerwasser enthält durchschnittlich 35 g/l).

Dieser Salzgehalt erfordert eine besondere Korrosionsfestigkeit der Anlagen. Zur energetischen Nutzung von derart salzhaltigem, heißem Tiefenwasser werden in die wasserführende Schicht (siehe Abb.) zwei Bohrungen niedergebracht: eine Förderbohrung und etwa 1,5 - 2 km entfernt eine Injektionsbohrung. Eine Tauchpumpe pumpt das heiße Wasser aus der Fördersonde in die oberirdische Thermalwasserleitung. Dort wird dem Salzwasser in einem Wärmetauscher Wärme entzogen und in die Fernwärmeversorgung eingespeist.

Durch die Integration einer Organic-Rankine-Cycle-Dampfturbinen-Anlage  (ORC) wird in den Zeiten geringen Wärmebedarfs im Fernwärmenetz der Wärmeüberschuss zur Stromerzeugung verwendet. Prinzipiell kann auch eine Wärmepumpe zur besseren Wärmenutzung in ein derartiges System integriert werden. In Neustadt-Glewe  beispielsweise hat man sich dagegen entschieden und die direkte Wärmenutzung gewählt.

Das abgekühlte Thermalwasser wird über die Injektionsbohrung wieder in die Erdschicht verpresst, aus der es entnommen worden ist. Geothermische Anlagen sind so ausgelegt, dass sie mindestens 30 Jahre ohne ein nennenswertes Absinken der Thermalwassertemperatur betrieben werden können.

Quelle: BINE Informationsdienst, projektinfo 09/03


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