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Entstehung von Biogas

- Biogas entsteht, wenn organische Substanzen in feuchter Umgebung und unter Luftabschluss mikrobiell verrotten. © WELtec BioPower
Biogas ist ein Gemisch aus Kohlendioxid, geringen Mengen anderer Gase und hauptsächlich Methan. Dieses entsteht, wenn organische Substanzen in feuchter Umgebung und unter Luftabschluss mikrobiell verrotten.
Das Gasgemisch besteht zu einem hohen Anteil (50 bis 70 Prozent) aus Methan und ist damit Energieträger für die Strom- oder Wärmeerzeugung. Weitere Bestandteile von Biogas sind Kohlendioxid (bis zu 45 Prozent), Wasserdampf sowie Spuren von Schwefelwasserstoff, Stickstoff und Wasserstoff.
Aufgrund des relativ hohen Energiegehalts lässt sich Biogas für die Wärme- und Stromerzeugung sehr gut nutzen. Der Energiegehalt ist direkt vom Methangehalt im Biogas abhängig. Ein Kubikmeter Methan hat beispielsweise einen Energiegehalt von knapp zehn Kilowattstunden (9,94 kWh). Angenommen der Methananteil im Biogas liegt bei 60 Prozent, so beträgt der energetische Nutzen von einem Kubikmeter Biogas etwa sechs Kilowattstunden. Somit entspricht der durchschnittliche Heizwert eines Kubikmeters Biogas etwa 0,6 Liter Heizöl oder dem von 0,6 m³ Erdgas.
Die biologische Methangasbildung ist ein Prozess, der in der Natur überall dort stattfindet, wo organisches Material in feuchter Umgebung und unter Luftabschluss durch die Stoffwechselaktivität natürlicher Methanbakterien verrottet. Beispiele hierfür sind die Entstehung von:
- Sumpfgas
- Methan im Verdauungstrakt von Wiederkäuern
- Methan in nassen Kompostierungsanlagen und in überfluteten Reisfeldern







