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Blockheizkraftwerke

- BHKWs finden dort Einsatz, wo Strom und Wärme gleichzeitig benötigt werden.
Anlagen, in denen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird, werden allgemein als Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) bezeichnet. Erfolgt die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung in einer kompakten, dezentralen Anlage und nicht in einem großen Heizkraftwerk, dann spricht man von Blockheizkraftwerken (BHKW).
In Europa ist der Anteil von KWK-Strom an der Gesamtstromerzeugung noch relativ gering. 2008 wurden europaweit nur 11 Prozent des Stromes in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen erzeugt, in Deutschland 12,5 Prozent. Spitzenreiter waren Dänemark und Finnland. Die deutsche Bundesregierung hat es sich 2009 zum Ziel gesetzt, den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu steigern.
Tipp. KWK-Anlagen werden im Rahmen des KWK-Gesetzes von 2009 gefördert. Informieren Sie sich im Wegweiser Energie über die Finanzierungsmöglichkeiten.
Blockheizkraftwerke gelten aufgrund ihrer besonders hohen Effizienz als fortschrittlich und umweltfreundlich. Die ökologische und ökonomische Idee hinter dem BHKW ist, dass sowohl Strom als auch Wärme kombiniert - d. h. unter besonders effizienter Ausnutzung des Brennstoffes - erzeugt werden.
Im Vergleich zur reinen Stromerzeugung, die häufig unter 40 Prozent des Energiegehalts des Brennstoffs ausnutzt, können im BHKW mehr als 85 Prozent in Nutzenergie umgesetzt werden (Gesamtnutzungsgrad ). Darüber hinaus ermöglichen BHKW, Biogas, Bioöle oder Holz als Brennstoff einzusetzen, und weisen vergleichsweise günstige Emissionswerte auf.
Hinzu kommt, dass die Nutzenergie direkt vor Ort erzeugt und verbraucht wird. Somit entfallen Transportverluste, die vor allem beim Wärmetransport auftreten. Überschüssiger Strom aus dem BHKW lässt sich unproblematisch dezentral in das elektrische Verbundnetz einspeisen.
Blockheizkraftwerke werden in den Leistungsklassen 0,8 kWel bis 2 MWel hergestellt. Man kann weiter unterscheiden zwischen Mikro-BHKW , Mini-BHKW und größeren BHKW . Die Vielfalt der Anlagen setzt sich auch in den angewandten Technologien fort: Motorheizkraftwerke sind mit mehreren tausend installierten Anlagen relativ weit verbreitet. BHKW mit Mikrogasturbine und Stirlingmotor sind seit wenigen Jahren auf dem Markt. Bei den Brennstoffzellen sind derzeit v. a. leistungsstarke Hochtemperatursysteme verfügbar; Niedertemperatursysteme befinden sich noch in abschließender Entwicklung.
Die meisten Blockheizkraftwerke werden mit Erdgas betrieben, möglich ist aber auch die Nutzung von alternativen Energieträgern wie Pflanzenöl, Biodiesel oder Biogas. Die Anlagen wandeln die eingesetzte Energie des verwendeten Brennstoffs in Strom und (Ab-)Wärme um. Die Wärmeerzeugung ist beim BHKW ein gewünschter Prozess, da diese Wärme zum Heizen oder für die Warmwasserbereitstellung verwendet wird.
BHKWs finden dort Einsatz , wo Strom und Wärme gleichzeitig benötigt werden. Abhängig von Typ und Größe kann das in Wohnsiedlungen der Fall sein, aber auch in Industriebetrieben. Prädestiniert für ihren Einsatz sind z. B. Bäder, Schulen, Kitas, Pflegeheime, Krankenhäuser und andere öffentliche Gebäude.
Tipp. Die Errichtung, Erweiterung oder der Erwerb von BHKW wird im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien gefördert (Stand Mai 2011). Informieren Sie sich über die aktuellen Förderprogramme in unserem Wegweiser Energie .







