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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Bioenergiepotenziale für BHKW

Baumstamm
Das technische Potenzial der Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomasse wird durch die Verfügbarkeit von Bio-Brennstoffen und die Belange des Naturschutzes begrenzt. © Fotolia

Für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus Biomasse gibt es eine Vielfalt von meist innovativen Technologien mit unterschiedlicher Betriebserfahrung. Das technische Potenzial der Biomassenutzung in Blockheizkraftwerken (BHKW) wird durch die Verfügbarkeit von Bio-Brennstoffen und die Belange des Naturschutzes begrenzt.

Den größten Anteil an der Stromerzeugung aus Bioenergie hat die feste Biomasse (Altholz, Restholz) zusammen mit der Biomasse, die in Müllverbrennungsanlagen verbrannt wird. Im Jahr 2009 waren rund 250 Biomasse-/Holz-Heizkraftwerke in Betrieb – vielfach Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit bis zu 20 Megawatt (MW) Leistung.

An zweiter Stelle im Hinblick auf die Stromerzeugung aus Bioenergie stand im gleichen Jahr Biogas: 4.984 Blockheizkraftwerke in Biogasanlagen kamen zusammen auf eine installierte Leistung von 1.893 Megawatt (MW) und 10,5 Mrd. Kilowattstunden (kWh) erzeugtem Strom.

Klär- und Deponiegasverstromung trug 2009 mit 2 Mrd. kWh zur Stromerzeugung bei. 

Pflanzenölbetriebene Blockheizkraftwerke beliefen sich auf rund 1.400 Anlagen im Jahr 2009 und erzeugten dabei 1,9 Mrd. kWh Strom.

Im genannten Jahr wurden in Deutschland auf insgesamt ca. 1,7 Mio. Hektar Fläche Energiepflanzen angebaut. Dies entspricht rund 10 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Den größten Raum beanspruchte der Anbau von Raps (0,9 Mio. ha).

Forschungsinstitute veröffentlichen in unregelmäßigen Abständen Potenzialstudien zur Flächennutzung für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland. Einige von ihnen schätzen, dass die bisher für den Anbau von Energiepflanzen genutzten Flächen auf 2,5 bis 7,3 Mio. ha bis zum Jahr 2020/2030 ausgeweitet werden können.

Neben nachwachsenden Rohstoffen bergen v. a. biogene Reststoffe ein großes Potenzial für die Kraft-Wärme-Kopplung in Blockheizkraftwerken. Als  wertvoller Energieträger eignen sich u. a. die folgenden „Abfallprodukte“:

  • Waldrestholz
  • Nebenprodukte in Sägewerken (z.B. Sägemehl, Holzspäne)
  • Altholz (z.B. Lagerpaletten, alte Holzmöbel)
  • Grünschnitt
  • Ernterückstände (z.B. Stroh, Rübenblätter)
  • tierische Exkremente (z.B. Gülle, Mist)
  • Nebenprodukte der Lebensmittelproduktion (z.B. Kartoffelschalen) und
  • andere organische Abfälle (z.B. Klärschlamm, Siedlungsabfälle)

Im europäischen Vergleich gilt die Nutzung dieser Stoffe für die Erzeugung von Wärme und Strom in Deutschland als relativ weit entwickelt. Nichtsdestoweniger schlummern gerade in diesem Bereich noch nicht gehobene Potenziale. Sie sollen systematisch – beispielsweise mit Hilfe der Förderung des Einsatzes von Reststoffen zur Energiegewinnung in Biogasanlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – erschlossen werden.

 


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