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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Bauphysikalische Aspekte der Innendämmung

Anbringen von Dämmmaterial
Die nachträgliche Innendämmung reduziert den Wärmefluss von innen nach außen. Bild: Isover

Die nachträgliche Innendämmung  reduziert den Wärmefluss von innen nach außen und verändert das ursprüngliche Temperaturgefälle in der Außenwand.

Dadurch dringt Frost im Winter häufiger und tiefer in die Wand ein. Gefährdete wasserleitende Rohre müssen gut wärmeisoliert sein, um Frostschäden und Tauwasserbildung zu vermeiden.

Probleme können dann entstehen, wenn Wasserdampf der Innenraumluft durch das Dämmmaterial diffundiert und an oder in der kalten Außenwand kondensiert. An der Grenzschicht zwischen äußerem Bauteil und Dämmung kann Schimmelpilzbildung die Folge sein. Aber auch anfallendes Tauwasser im Bauteil selbst kann Bauschäden durch Materialzerstörung, Schimmelpilzbildung  und Frostabsprengung nach sich ziehen. Eine entscheidende Größe für die Gefährdung durch Tauwasser ist das Baumaterial der Außenwand.

Außenwandmaterialien wie Ziegel und Kalkputz sind in der Lage, anfallendes Tauwasser durch Kapillareffekte zu verteilen. Dies unterstützt den Trocknungsprozess und verhindert ein langfristiges Anhäufen von Feuchte im Bauteil.

Dagegen sind Wände gefährdet, bei denen sich aufgrund fehlender Kapillarleitung Feuchtigkeitszentren ausbilden können. Problematisch sind auch schlagregengefährdete Wände wie dünnes Ziegelmauerwerk und Fachwerkwände, da die Gefahr besteht, dass sich von außen eindringendes Wasser zwischen Außenwand und Innendämmung abscheidet. Grundsätzlich gilt: Je feuchteempfindlicher und wärmeleitender die Wand, umso mehr Sorgfalt muss auf Verhinderung von Tauwasser verwandt werden.

Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist die Dämmung auch in die Fenster- und Türenlaibung hineinzuführen. Besonders in Raumecken besteht die Gefahr erhöhter Wärmeverluste und der Bildung feuchter Stellen. An einbindenden Innenwänden sollte daher mit Dämmkeilen gearbeitet werden.

Quelle: BINE Informationsdienst "Neue Wege in der Innendämmung", projektInfo Nr. 7


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