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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Luftdichtheit

Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test ist ein standardisiertes Verfahren zum Nachweis der Luftdichtheit. Bild: Rainer Scheunemann, hausblog.docma.de

Um ungewollte Wärmeverluste zu minimieren, muss die Gebäudehülle luftdicht ausgeführt sein. Dazu müssen sämtliche Fugen möglichst dauerhaft luftundurchlässig sein, ebenso die Anschlüsse an Fenstern, Türen, am Dach und zwischen Bauteilen.

Viele Bauschäden - beispielsweise im Dachbereich - entstehen aufgrund von Leckagen in der Gebäudehülle. Im Winter kann feuchte Raumluft von innen in die Dämmschicht eindringen, dort kondensieren und auf Dauer Schäden und Schimmelbildung verursachen. Eine undichte Gebäudehülle führt weiterhin zu erhöhten Heizkosten sowie zu Zugerscheinungen, die den Wohnkomfort mindern.
Eine Folie (Dampfbremse) zwischen Innenraum und Dämmung verhindert, dass Luftfeuchtigkeit aus dem Raum in die Dämmung eindringen kann und sie unbrauchbar macht.

Luftdichtsmessung -  Blower-Door-Test

Viele Ausführungsfehler sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Daher empfiehlt es sich, die Gebäudehülle mit einem Differenzdruck-Messverfahren, dem so genannten Blower-Door-Test auf mögliche Lücken zu überprüfen. Der Blower-Door-Test ist ein standardisiertes Verfahren für den Nachweis der Luftdichtheit. Ein in die Haustür oder ein Fenster eingebautes Gebläse erzeugt bei geschlossenen Fenstern und Türen einen Unterdruck im Haus. Dann wird gemessen, wie viel Luft durch Leckagen in der Gebäudehülle von außen nachströmt.

Wird das Luftvolumen des Hauses innerhalb einer Stunde weniger als einmal ausgetauscht, handelt es sich um einen sehr guten Wert. Ein schlechter Wert kann bei einem acht bis zwölffachen Luftwechsel liegen, was bedeutet, dass Leckagen in der Größenordnung eines geöffneten Fensters vorhanden sind.

Der Test sollte nicht erst bei Fertigstellung des Hauses durchgeführt werden, da Nachbesserungen dann nur mit großem Aufwand möglich sind. Ein guter Zeitpunkt ist nach der Montage der Dampfsperre und der Unterkonstruktion für die Gipskartonplatten im Dachgeschoss. Der Innenputz muss aufgebracht, der Estrich verlegt, Haustür, Fenster sowie Fensterbänke sollten montiert sein. Bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern ist der Nachweis Pflicht.

Häufigste und typische Undichtigkeiten der Gebäudehülle

  • Die Stöße der Dampfbremse im Dachgeschoss
  • Der Anschluss der Dampfbremse an Wandflächen
  • Durchdringungen der Dampfbremse durch Leitungsrohre usw.
  • Der Anschluss der Dampfbremse an Dachflächenfenster
  • Unverputzte Kamine
  • Die Revisionsklappe der Rollläden
  • Unverputzte Wandflächen
  • Steckdosen und Schalter in der Außenwand
  • Der untere Abschluss der Haustür
  • Die Oberseite von Hochlochziegeln an Fensterbrüstungen
  • Der Fensteranschluss an seitliche Laibungen

Tipp. Legen Sie bereits im Bauvertrag fest, dass ein Blower-Door-Test durchgeführt wird und dass die Kosten zwischen den Firmen aufgeteilt werden, bei denen Mängel in der Ausführung festgestellt werden. Eine luftdichte Gebäudehülle ist im Übrigen seit Jahren Stand der Technik und gehört damit ohnehin zum Leistungsumfang des Handwerks.

 


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