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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Planung eines Energiesparhauses - Teil 2

Fußbodenheizung
Für Häuser mit geringem Wärmbedarf sind Heizsysteme mit niedrigen Vorlauftemperaturen - wie z. B. Fußbodenheizungen - am effizientesten. Bild: Rainer Scheunemann, hausblog.docma.de

5. Fenster

Fenster  und Außentüren sind heute dicht. Vorbei die Zeiten, in denen Wärme sprichwörtlich mit beiden Händen aus einfachverglasten Fenstern geworfen wurde. Moderne Wärmeschutzverglasung gibt es je nach Anforderung an die Dämmwirkung in mehreren Qualitäten. Besonders energiesparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen, die den Wärmeverlust im Rahmenanteil stark mindern, da die Fenstergläser meist besser sind als die Rahmen. Bei der Wahl des Fensterrahmens gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als Rahmen aus Metall. Es können aber auch Kombinationen eingesetzt werden, z.B. Holzfenster mit einer pflegeleichten und haltbaren äußeren Metallschale.

In den hermetisch abgedichteten Glaszwischenräumen befinden sich entweder sehr trockene Luft oder Edelgase wie Argon, Krypton und Xenon. Dieses Gaspolster sorgt für die Wärmeschutzwirkung. Zusätzlich können dünne, unsichtbare Beschichtungen auf dem Glas den Effekt des Fensters als "Wärmefalle" verstärken. Strahlung kann dann nur in bestimmten Wellenlängen passieren. Licht kann hinein, die langwelligere Wärmestrahlung nicht hinaus.

6. Passive Wärmespeicher

Die Wärme, die die Sonne tagsüber einstrahlt, wird im Inneren des Hauses in massiven Böden, Wänden und Decken gespeichert und nachts langsam an die Räume abgegeben. Man sollte deshalb bei der Planung des Hauses auf Material, Größe und Anordnung derartiger Speichermassen achten.

7. Lüftung

Durch die für die Energieeinsparung notwendige luftdichte Bauweise entfallen im Vergleich zu älteren Gebäuden die hohen Fugenanteile, die eine Art permanente Zwangslüftung darstellen. Gerade Neubauten müssen gut gelüftet werden, um die Feuchtigkeit aus der Bauphase hinaus zu lassen. Die einfachste Lösung ist das Öffnen der Fenster. Die Fensterlüftung erfordert allerdings eine gewisse Disziplin. Daher werden inzwischen immer mehr Häuser mit Anlagen ausgestattet, die automatisch für einen geregelten Luftaustausch sorgen. So wird das richtige Lüften wesentlich einfacher und die Wärme der verbrauchten Luft in den Räumen kann durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bis zu 90 Prozent wieder gewonnen werden: das spart Heizkosten. Außerdem wird die Feuchtigkeit permanent abgeführt, was Bauschäden und Schimmelpilzbildung vermeidet.

Tipp. Wer keine Lüftungsanlage hat, findet hier Hinweise zur richtigen Belüftung von Räumen .

8. Heizung

Als Prinzip sind Heizungsanlagen zu wählen, die den Energieträger möglichst effizient ausnutzen sowie regenerative Energiequellen zu wählen. Hierfür bieten sich Holz in Form von Pellets, Hackschnitzel oder Stückholz, solare Warmwasserkollektoren für Brauchwasser und Heizungsunterstützung, Nutzung der Erdwärme durch Wärmepumpen, Biogas oder Bioöl an. Als Basis für die Wärmeerzeugung bieten sich effiziente Brennwertheizungen an oder sogar Mini-Blockheizkraftwerke an, die neben Wärme  gleichzeitig Strom erzeugen.

Darüber hinaus sind für Häuser mit geringem Wärmbedarf Heizsysteme mit niedrigen Vorlauftemperaturen am effizientesten, z. B. Fußboden- oder Wandheizungen. Welches System bei Ihnen richtig ist hängt von den vor Ort verfügbaren Energiequellen, dem Wärmebedarf des Hauses und auch vom Lagerplatz für Brennstoffe vor Ort ab. Die Technikplanung sollte am Beginn jeder Planung bei dem Gesamtkonzept mit berücksichtigt werden. Eine integrale Planung mit allen Beteiligten vor Beginn spart im Endeffekt Zeit, Baukosten und bringt ein besseres Ergebnis: Ihr energieeffizientes Haus mit hohem Wohnkomfort.

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