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letzte Änderung: 10.02.2012 

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Beispiel Einfamilienhaus von 1921

Baupläne
Durch die Modernisierung des fast 90 Jahre alten Hauses konnte das energetische Niveau eines Neubaus erreicht werden. Quelle: Fotolia, © Eisenhans

Wie eine umfassende Sanierung eines fast 90 Jahre alten Einfamilienhauses den Energieverbrauch massiv senken kann, zeigt das Beispiel von Familie Wiemann aus Kleinmachnow.

Das Einfamilienhaus aus dem Jahr 1921 mit einer Wohnfläche von 276 m² ist nach Plänen des Architekten Tom Kaden komplett entkernt worden. Die Giebel wurden neu aufgemauert, der Dachstuhl neu im Niedrigenergiestandard errichtet. Die Gebäudehülle wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen und mit neuen Holzfenstern ausgestattet. Zusätzlich erhielt das Haus einen Anbau in Holzständerbauweise.

Die Maßnahmen im Einzelnen

  • Die Außenwände wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem, bestehend aus Zellulosedämmung, Holzweichfaserplatten und mineralischem Putz, versehen. Das Satteldach wurde mit einer 240 mm starken Zwischensparrendämmung sowie 22 mm Holzweichfaserplatten gedämmt.
  • Die neuen Kastendoppelfenster aus Holz erreichen durch die zusätzliche Isolierverglasung in einem Rahmen einen U-Wert von 1,1 W/(m²K).
  • Die Kellerdecke erhielt 18 cm wärmedämmende Schüttung und die Kellerwände eine Perimeterdämmung von 8 cm Stärke.

Insgesamt wurden durch die Maßnahmen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung  (2002) an das energetische Niveau eines Neubaus erreicht.

Eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Regenwassernutzungsanlage senken den Energie- und Wasserbedarf des Gebäudes zusätzlich ab. Die Heizung und Warmwasserbereitung erfolgt durch eine Gasbrennwerttherme und wird durch eine Solaranlage unterstützt.

Nach Durchführung aller Maßnahmen beträgt der Heizwärmebedarf ca. 60 kWh pro Quadratmeter und Jahr und liegt damit 50 % unter den Anforderungen der Energieeinsparverordnung für Neubauten.


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