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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Energiesparberatung vor Ort

Beratungsgespräch
Am Anfang der Energiesparberatung steht die umfassende Bestandsaufnahme vor Ort.

Für alle Haus- und Wohnungseigentümer, die bereit sind, in Wärmedämmung, den Austausch ihrer Heizungsanlage und in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu investieren, gibt es zur Analyse des Bedarfs und der Möglichkeiten die fachmännische Vor-Ort-Energiesparberatung.

Was macht der Energieberater?

Am Anfang der „Vor-Ort-Beratung“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert werden kann, steht die umfassende Bestandsaufnahme vor Ort. In einem schriftlichen Gutachten fasst der Fachmann die Ergebnisse zusammen. Hier gibt er Hinweise auf empfehlenswerte Energiespar-Maßnahmen und prüft den Einsatz erneuerbarer Energien. Bei einem persönlichen Gespräch gibt er Tipps, wie der Eigentümer die vorgeschlagenen Maßnahmen am besten und kostengünstigsten umsetzen kann. Außerdem informiert der Energieberater, welche Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten.

Wie wird gefördert?

Die Beratungskosten werden bezuschusst, die Höhe des Zuschusses ist abhängig vom Gebäudetyp und der Anzahl der Wohneinheiten.

Die Höhe des Zuschusses für eine Vor-Ort-Beratung beträgt maximal 400 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 500 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Für die Integration von Hinweisen zur Stromeinsparung wird ein zusätzlicher Bonus von 50 Euro gezahlt. Für die Integration von auf thermografischen Untersuchungen basierenden Ergebnissen in einen Vor-Ort-Beratungsbericht wird ein Bonus in Höhe von 25 Euro pro Thermogramm, aber höchstens 100 Euro gewährt. Der sich daraus ergebende Förderbetrag ist jedoch auf höchstens 50 Prozennt der Beratungskosten (brutto) begrenzt. Er kann durch die Integration thermografischer Untersuchungen oder eine Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) zusätzlich um bis zu 100 Euro gesteigert werden. Es kann aber jeweils nur einer der beiden Tests gefördert werden.

Für den anzufertigenden Beratungsbericht bzw. das Thermografiegutachten sind in den Anlagen zur Richtlinie bestimmte Mindestinhalte vorgeschrieben. Bei Nichteinhaltung droht der Verlust der Förderung. Eine Nachbesserung von Berichten/Gutachten ist nicht vorgesehen. 

Wer hat Anspruch auf Förderung?

Grundsätzlich kann sich jeder auf eigene Kosten vom Fachmann beraten lassen. Der Experte kann zusätzlich die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beantragen, um so die Kosten der Beratung für den Gebäude- oder Wohnungseigentümer zu senken, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen betreffen die Qualifikation des Beraters, den Gebäude- und Wohnungseigentümer und das Gebäude an sich:

BAFA -Energieberater sind ausschließlich qualifizierte Ingenieure, von den Handwerkskammern geprüfte Gebäudeenergieberater (HWK) oder Absolventen anderer – vom BAFA anerkannter – Fortbildungsmaßnahmen. Nur sie sind im Rahmen des Förderprogramms zur Vor-Ort-Energiesparberatung antragsberechtigt. Berechtigte Berater finden auf den Internetseiten des BAFA  entsprechende Informationen.

Das Programm wendet sich an Gebäude- oder Wohnungseigentümer (natürliche wie juristische Personen). Das gilt auch für rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, der Wohnungswirtschaft sowie Agrarbetriebe, wenn ihre Umsätze bestimmte Summen nicht überschreiten. Ferner wendet sich das Programm an Einrichtungen mit gemeinnützigem, mildtätigem oder kirchlichem Charakter.

Die Beratung muss sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Für das Beratungsobjekt muss bis zum 31.12.1994 ein Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet und die Gebäudehülle darf anschließend nicht auf Grund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 Prozent durch Anbau oder Aufstockung verändert worden sein. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder derzeit zu mehr als 50 Prozent der Gebäudefläche zu Wohnzwecken genutzt werden.

Wichtig. Die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung) ist zum 1. Juli 2012 geändert worden. Die Details dazu finden Sie hier .

Wie wird die Förderung beantragt?

Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Beratungskosten gewährt. Sie wird an den Energieberater ausgezahlt, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verantwortlich ist. Dieser muss sie in voller Höhe im Rahmen der Rechnungsstellung an den Beratungsempfänger weitergeben.

Wo findet man den richtigen Energieberater?

Eine Liste mit antragsberechtigten Energieberatern finden Interessierte über unsere Energieberatersuche  oder auf den Internetseiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA ).

Ansprechpartner zum Förderprogramm „Vor-Ort-Beratung“

Telefon: +49 6196 908-880
Telefon: +49 6196 908-211 (nur für fachtechnische Fragestellungen)
Telefax: +49 6196 908-800


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