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Energiesparfenster

- Durch Energiesparfenster lassen sich die Wärmeverluste eines Gebäudes erheblich reduzieren. Bild: Optiwin GmbH
Durch eine anspruchsvolle Konstruktion können Energiesparfenster geringere Wärmeverluste erreichen als ungedämmte Wände.
Mit so genannten Wärmeschutzverglasungen - bestehend aus drei Scheiben, einer speziellen Beschichtung und Edelgasfüllung - werden inzwischen sehr niedrige Wärmeverluste erreicht (U-Werte von nur 0,4 - 0,7 W/(m²/K)).
Kombiniert mit aufwendig verbesserten Rahmenkonstruktionen bilden sie so genannte "Superfenster". Diese Rahmenkonstruktionen bestehen aus stärkeren Rahmenprofilen, die in Sandwichbauweise wärmegedämmt werden. Als Rahmenmaterialien kommen Holz, Stahl, Aluminium, Kunststoff und Kombinationen (Holz-Aluminium-Fenster) mit PU-Dämmkern zum Einsatz.
Der Wärmeverlust über die Ränder der Verglasung (Anschluss / Glas / Rahmen) wird einerseits durch einen tieferen Glaseinstand in dem Rahmenmaterial und andererseits durch Kunststoffmaterialien im Isolierglasrandverbund vermindert.
Die Fenster erreichen einen Gesamt-U-Wert von ca. 0,8 - 0,9 W/(m²/K) und sind auch als Passivhausfenster bekannt. Nachteile dieser Bauweise sind der höhere Preis, das höhere Gewicht der Fensterflügel und damit kleinere mögliche Glasscheiben sowie geringere solare Wärmegewinne. Trotzdem überwiegen in den meisten Fällen die Vorteile durch die Energieeinspareffekte.
Aber auch mit Standardrahmen in Verbindung mit Dreifach-Verglasungen sind sehr respektable Werte erreichbar, wenn die Einbausituation optimiert wird.
Fenster mit hohem Wärmeschutz unterscheiden sich in der Handhabung nicht von konventionellen Fenstern wohl aber geringfügig in der Ästhetik, da die Rahmen häufig größere Profiltiefen aufweisen. In der Ansichtsbreite können hocheffiziente Rahmen ebenso schlank konstruiert werden wie herkömmliche Fensterrahmen. Durch die Überdämmung des Blendrahmens entsteht darüber hinaus der Eindruck schlanker Ansichtsbreiten in der Außenansicht der Gebäude.
Zusätzlich bieten Fenster mit hohem Wärmeschutz einen Komfortgewinn, denn sie sollen behagliche Bedingungen unabhängig von der Witterung ermöglichen. Im Heizfall soll ein hoher thermischer Komfort innerhalb des gesamten Raums bzw. Aufenthaltsbereichs gewährleistet sein; d.h. die Streuung der Raumtemperaturen sollte möglichst gering ausfallen.
Die wärmetechnischen Anforderungen an Bauteile wie Fenster, Wand und Dach ergeben sich aus der Gesamtbilanzierung des Gebäudes. Der Einsatz von Fenstern mit hohem Wärmeschutz ist generell dann wirtschaftlich attraktiv, wenn das Gebäude einen sehr niedrigen Heizwärmebedarf aufweist; z.B. von jährlich weniger als 30 kWh/m². Unerlässlich sind sie, wenn wie im Passivhaus bei weiter erhöhtem Wärmeschutz auf eine konventionelle Heizungsanlage verzichtet werden soll.








