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Bauen & Modernisieren

- Durch energiebewusstes Bauen und Modernisieren kann viel Energie eingespart werden. © siebensieben / photocase.com
Über drei Viertel der im Privathaushalt genutzten Energie entfällt auf das Heizen. Deshalb ist energiebewusstes Bauen und Modernisieren besonders wichtig, um privat Energie zu sparen.
Bei steigenden Energiepreisen lohnen sich auch große Investitionen immer schneller, auch weil es finanzielle Förderung für energiesparendes Bauen und Sanieren gibt. Dabei beginnt energiebewusstes Bauen und Modernisieren schon bei der Planung, egal ob es sich um eine Altbausanierung oder einen Neubau handelt. Bei umfangreicher Sanierung eines Altbaus ist es durchaus möglich, den Energiebedarf des Gebäudes um bis zu 80 Prozent zu senken. Und beim Neubau sind mit vergleichsweise geringen Zusatzinvestitionen Energieverbrauchswerte weit unter den gesetzlichen Vorgaben möglich.
Bei einer Altbausanierung sind zunächst bestimmte Gegebenheiten des Gebäudes zu berücksichtigen. Deshalb sollte eine Analyse des Ist-Zustandes an erster Stelle stehen. Dabei helfen Energieberater. So kann besonderer Sanierungsbedarf identifiziert werden und es können die passenden Maßnahmen ausgewählt und gut aufeinander abgestimmt werden. Neben der Verringerung des Energiebedarfs können der Einsatz erneuerbarer Energien sowie natürlicher Rohstoffe weitere Ziele der Bauplanung sein.
Die möglichen Maßnahmen sind dabei sehr vielfältig. Sie reichen vom einfachen Austausch eines veralteten Heizkessels über den Einbau moderner, gut isolierender Fenster bis zur Wärmedämmung von Wänden, Kellerdecke und Dach. Wer eine Alternative zu Erdgas oder Heizöl sucht, kann seine Heizung auch mit Holz betreiben oder sich mit einer mit Ökostrom betriebenen Wärmepumpe vollkommen unabhängig von fossilen Brennstoffen machen. Mithilfe der Sonne lassen sich Wärme oder Strom erzeugen. Und eine automatischen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung lüftet das Haus, ohne dass Wärme nach außen abgegeben wird und so verloren geht. Viele dieser Bau- und Sanierungsmaßnahmen werden mit zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen gefördert.
Beim Bau eines neuen Hauses lassen sich diese Möglichkeiten bereits bei der Planung berücksichtigen und im Zuge des Neubaus dann auch kostengünstiger umsetzen. So ist z. B. der nachträgliche Einbau einer Lüftungsanlage in ein bestehendes Gebäude relativ aufwändig. Die Installation in einem Neubau ist hingegen unproblematisch. Aber auch Architektur, wie Grundriss, Ausrichtung oder Fensteranordnung haben Einfluss auf den zukünftigen Energieverbrauch. Auch bei Fertighäusern sind mittlerweile zahlreiche Energiesparhäuser im Angebot, die die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich unterbieten.
Um die energetische Qualität der Bau- oder Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen, gibt es Prüfverfahren, wie z. B. den Blower Door Test oder Thermografieaufnahmen. Welche energetische Qualität Ihr Gebäude bereits besitzt, dokumentiert der ab Juli 2008 vorgeschriebene Energieausweis .
Mehr zu den vorgestellten Themen finden Sie in den Kategorien, Artikeln und weiterführenden Informationen unter Bauen und Modernisieren .









