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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Elektroautos

Lenkrad
In der Regel führen Elektroautos ihre Antriebsenergie in Form von aufladbaren Akkumulatoren im Fahrzeug mit.

Elektrischen Pkw-Antrieben werden langfristig große Potenziale zugeschrieben, einen wichtigen Beitrag zur Verringerung verkehrsbedingter Treibhausgasemissionen zu leisten und die Abhängigkeit von Mineralölimporten zu mindern. Doch kurz- bis mittelfristig ist noch keine technologische Zeitenwende auf dem Verkehrssektor zu erwarten. Dazu gilt es, auf dem Weg zu einer serienmäßigen Marktreife elektrifizierter Antriebe noch ungeklärte Probleme zu lösen.

Grundlagen

In der Regel führen Elektroautos ihre Antriebsenergie in Form von aufladbaren Akkumulatoren im Fahrzeug mit. Die Batterien werden über die Steckdose bzw. spezielle Stromzapfsäulen aufgeladen. Bei reinen Elektrofahrzeugen reicht eine Batterieladung derzeit für rund 80-150 km. Plug-In-Hybridfahrzeuge mit zusätzlichem Verbrennungsmotor haben durch den mitgeführten Benzinvorrat weniger Beschränkungen hinsichtlich ihrer Reichweite.

Vor- und Nachteile

Elektromotoren sind einerseits im Vergleich zu konventionellen Verbrennungsmotoren energieeffizienter und umweltfreundlicher. Sie zeichnen sich durch einen höheren Wirkungsgrad sowie eine vorteilhafte Drehmomentcharakteristik aus und emittieren zudem lokal fast gar keine Schadstoffe oder Lärm. Speichertechnik, Ladeinfrastruktur und hohe Beschaffungskosten stellen aber derzeit noch große Herausforderungen auf dem Weg zur Marktreife dar. Wirklich klimafreundlich fahren Elektrofahrzeuge nur mit Strom aus Erneuerbaren Energien. Entscheidend für die künftige Entwicklung von Plug-In-Hybrids und Elektrofahrzeugen ist der Stand der Batterieentwicklung. Noch sind die Fahrzeugbatterien vergleichsweise leistungsschwach, schwer, groß und teuer. Ein Ladevorgang dauert zudem mehrere Stunden. Bei deutlichen Entwicklungsfortschritten und einer günstigeren Massenfertigung könnten aber zukünftig Fahrzeuge angeboten werden, die ihre Mehrkosten aufgrund niedriger Strompreise amortisieren.

Ausblick

Die deutsche Bundesregierung hat mit dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität  das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2020 einen Bestand von einer Million Elektrofahrzeugen zu erreichen. Dazu werden finanzielle Mittel für Forschung, Entwicklung und Marktvorbereitung in den Bereichen Speichertechnologie, Fahrzeugkomponenten, Ladeinfrastrukturen und Netzintegration bereitgestellt sowie Feldversuche gefördert, in denen Ladevorgänge, Praxistauglichkeit und Nutzerakzeptanz getestet werden.
Elektrofahrzeuge werden sich letztlich nur dann durchsetzen können, wenn ihre Energiebilanz nachhaltig und die Entwicklung ihrer Gesamtkosten inklusive der Infrastruktur die Gewähr dafür bietet, dass im Wettbewerb (mit effizienten Verbrennungsmotoren, Hybridantrieben) keine dauerhaften Subventionen erforderlich sind.


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