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Heizölkauf

- Die Handelspreise für Rohöl sind starken Schwankungen unterworfen.
Die Handelspreise für Rohöl sind starken Schwankungen unterworfen. Dies schlägt sich auch in den Preisen nieder, die deutsche Haushalte für Heizöl bezahlen müssen. 100 Liter Heizöl kosteten beispielsweise im Sommer 2008 etwa 95 Euro. Zum Jahresende fiel der Preis drastisch auf 56 Euro, während er im gesamten Jahr 2010 relativ konstant um einen Wert von 65 Euro pendelte.
Langfristig ist damit zu rechnen, dass der Heizölpreis steigen wird. Hiervon sind sowohl Hauseigentümer beim Bezug von Heizöl, als auch Mieter über höhere Heizkostenabrechnungen betroffen.
Die Investition in einen modernen Brennwertkessel lohnt sich daher, denn Brennwertkessel haben im Vergleich zu älteren Geräten eine deutlich höhere Energieeffizienz und damit einen geringeren Ölverbrauch bei gleicher Leistung.
Aber auch durch den cleveren Heizölbezug können Unsicherheiten beim Kauf und die Heizkosten reduziert werden:
1.) Preise beobachten und vergleichen:
Die Bezugspreise für Heizöl schwanken – nicht nur von Händler zu Händler, sondern auch tagesaktuell. Regional finden sich oft verschiedene Angebote von Gasanbietern mit verschiedenen Preisen und Lieferbedingungen. Wie bei Aktien an der Börse kann der tagesaktuelle Preis entscheidend sein für günstige Heizkosten.
2.) Große Mengen bestellen:
Bei einem günstigen Preis lohnt sich die Bestellung großer Mengen auf Vorrat. Bei Abnahme großer Mengen Heizöl gewähren die Ölanbieter häufig Preisnachlässe, so dass sich manchmal die gemeinsame Bestellung mit Nachbarn lohnt. Es gibt auch organisierte Heizölpools in der Nachbarschaft, die Einzelbestellungen bündeln und bei regionalen Heizölhändlern das beste Angebot ermitteln. Heizölbezieher eines gemeinsamen Postleitzahlbereiches können nach erfolgter Einzelbestellung gemeinsam zu den ausgehandelten günstigeren Konditionen beliefert werden.
3.) Preisschwankungsrisiken minimieren:
Der Einkauf der benötigten Jahresmenge in zwei oder mehreren Teillieferungen zu einem festgelegten Preis (eventuell mit den Nachbarn zusammen) reduziert die Unsicherheit bei großen Ölpreisschwankungen über das Jahr. Im besten Fall wird das Heizöl zu einem moderaten Durchschnittspreis angeboten.
4.) Preislimits setzen:
Eine besonders ausgeklügelte Möglichkeit für den günstigsten Ölbezug bietet das Internet. Dabei wird in Online-Netzwerken der individuelle Heizölbedarf ausgeschrieben und ein Preislimit ausgesetzt. Die teilnehmenden Händler können so die Liefertouren hocheffizient planen und somit die Kunden zu dem geforderten Preis beliefern.
5.) Additive:
Bei älteren Heizkesseln mit geringer Energieeffizienz können sogenannte Additive in hochwertigem Heizöl gewisse Einsparmöglichkeiten im Verbrauch bewirken. Besonders bei hohen Rohölpreisen können diese Effekte die höheren Einkaufskosten schnell übersteigen. Eine spürbare Verbrauchsreduzierung ist bei modernen Niedertemperaturkesseln mit hohen Wirkungsgraden jedoch kaum möglich.









