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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Erdgaskauf

© ak74

Circa 18,4 Millionen Haushalte, heizten im Jahr 2007 mit Erdgas. Dessen Preises ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit modernen Brennwertkesseln oder kombinierten Anlagen lassen sich die Kostensteigerungen begrenzen. Aber beim Gaskauf kann sich auch ein Anbieterwechsel lohnen.

Seit dem 1. April 2006 ist der Gasmarkt in Deutschland dereguliert, und die Erdgasanbieter müssen den freien Wechsel zu einem anderen Anbieter ermöglichen. Der Wechsel zu einem neuen Anbieter ist denkbar einfach. Vergleichen Sie (z.B. im Internet) die Preise, Laufzeiten, Festpreisgarantien, Kündigungsfristen etc. der verschiedenen Gasanbieter in Ihrer Region miteinander.

Abgerechnet wird Erdgas von den meisten Versorgern nach der im Gas enthaltenen Wärme, dem so genannten thermischen Energieinhalt in EURO/kWh. Der thermische Energieinhalt ist der Brennwert, also jene Wärmemenge, die bei der Verbrennung entsteht. Der Brennwert von Erdgas wird angegeben in kWh und ist abhängig von der chemischen Gaszusammensetzung, der Temperatur des Gases und der Höhenlage des versorgten Gebietes. Außerdem verlangen die Versorger noch einen Grundpreis oder Leistungspreis, der entweder als Pauschale erhoben wird oder sich nach der maximalen Anschlussleistung der Gasgeräte ergibt

Wenn Sie einen Versorger ausgewählt haben, können Sie dort ein Wechselformular bestellen oder im Internet herunterladen. Das Formular senden Sie Ihrem neuen Gasanbieter zu, dieser übernimmt die weiteren Formalitäten selbstständig und kostenfrei. 

Normalerweise sollte der Wechsel innerhalb von sechs bis acht Wochen nach Abschluss des Vertrages vollzogen sein, und grundsätzlich kommen keine Kosten bzw. kostenverursachende Veränderungen auf Sie zu. Auch bauliche Veränderungen an ihrem Haus, am Zähler oder gar an der Gasleitung müssen Sie nicht vornehmen oder befürchten. Nach einem Gaswechsel bleibt alles beim Alten. Die unterbrechungsfreie Versorgung Ihres Hauses mit Gas ist während des gesamten Wechselvorgangs durch gesetzliche Regelungen garantiert. Sie bekommen dann die Rechnungen von Ihrem neuen Anbieter, obwohl das Gas nach dem Wechsel technisch gesehen weiterhin von Ihrem alten örtlichen Versorger kommt. Dieser rechnet das Gas mit Ihrem neuen Anbieter ab.

Die Tabelle der Gaspreisentwicklung zwischen 1991 und 2007 zeigt, dass die Preise zwischen 1991 und 1999 relativ stabil waren. Von 1999 bis 2001 und nach einem kleinen Rückgang  stiegen die Preise ab 2002 wieder stetig an.+
Datenquelle: BMWi

Die Erdgaspreise unterliegen wie die Preise anderer Branchen auch der Missbrauchsaufsicht der Kartellbehörden. Aber bei der Preisbildung für Erdgas in Deutschland spielt die Ölpreisbindung eine entscheidende Rolle. In der Regel hat Erdgas gegenüber Öl eine Preisentwicklung, die um 3 - 6 Monate verzögert ist.

Durch den Einsatz von modernen Gasbrennwertkesseln  oder durch die Kombination mit einer Solarthermieanlage  lassen sich die Heizkosten reduzieren. Der Austausch eines veralteten Heizkessels durch ein neues Erdgas-Brennwertgerät spart bis zu 30 Prozent der Heizkosten.

Biogas , das aus der Vergärung von Biomasse gewonnen wird, kann so veredelt werden, dass es als gleichwertiges „Bioerdgas“ in die Gasleitungen eingespeist werden kann. So kann in Zukunft ein signifikanter Anteil der Wärmeenergieversorgung durch einen heimischen, regenerativen Energieträger erreicht werden. Die Branche möchte bis 2030 bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Bioerdgas in die Erdgasversorgung Deutschlands integrieren.

Autor: Redaktion 


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