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letzte Änderung: 03.02.2012 

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Lüftungsarten

geöffnete Terrassentür
Am besten lassen sich Räume mit weit geöffneten Fenstern lüften. © Getty Images

Gesundes Wohnklima erfordert nicht nur angenehme Temperaturen und frische Luft, sondern auch die richtige Luftfeuchte. Um das richtige Wohnklima energieeffizient herzustellen, sollten einige Regeln bei der Lüftung beachtet werden. Eine kontrollierte Lüftungsanlage hingegen übernimmt die Klimatisierung automatisch.

Kochen, Duschen oder Zimmerpflanzen reichern die Raumluft in einem Drei-Personen-Haushalt mit bis zu acht Litern Feuchtigkeit täglich an. Ohne ausreichende Lüftung kondensiert diese Feuchte an kühlen Flächen, sorgt für ein unangenehmes Raumklima und kann zu Schimmelpilzbildung führen. Die richtige manuelle oder automatisierte Lüftung ist für Wohn- und Arbeitsräume unabdingbar.

 

Nicht zu viel und nicht zu wenig - Lüftung mit Technik

Mit modernen Lüftungsanlagen lassen sich Schäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu wenig Frischluftaustausch zuverlässig vermeiden. Solche Anlagen funktionieren selbsttätig, können zudem die Raumluft von Staub und Pollen befreien und verhindern die Lärmbelästigung durch geöffnete Fenster. Darüber hinaus kann die automatische, geregelte Lüftung den Energieverbrauch von Gebäuden stark reduzieren. So saugen spezielle Abluftanlagen "verbrauchte" Luft und Feuchtigkeit dort ab, wo sie entsteht: in Küche, Bad und WC. Damit frische Luft nachströmen kann, können in den Fenstern der Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer so genannte Außenwand-Luftdurchlässe (ALD) installiert werden. Durch die Außenwand-Luftdurchlässe erfolgt eine zugfreie Nachströmung der Außenluft in die Wohnräume ohne störende Einflüsse durch Lärm oder Schmutz.

Noch weniger Energie benötigen Gebäude mit einer kontrollierten Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Prinzip ist einfach: Die warme Abluft erwärmt die kalte Frischluft – und das Gebäude benötigt bis zu 30 Prozent weniger Heizenergie. Moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung arbeiten mit einer durchschnittlichen Rückgewinnungsquote von 80 bis 90 Prozent. Die Anschaffungskosten für eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung betragen ca. 5.000 bis 8.000 Euro pro Wohnung. Der notwendige Installationsumfang für die Luftleitungen ist abhängig von der Raumanordnung und der Konstruktion des Gebäudes. 

Tipps

  • Ohne Lüftungsanlage sollten Räume am besten mit weit geöffneten Fenstern zwei- oder dreimal am Tag gelüftet werden. Im Winter reichen dafür jeweils 5 bis 10 Minuten, in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst sind ca. 15 bis 30 Minuten für einen Luftaustausch nötig. Schlafräume und auch Kinderzimmer sollten morgens direkt nach dem Aufstehen gelüftet werden.
  • Fenster sollten nicht dauerhaft angekippt werden, denn so dringt im Sommer permanent Wärme in die Räume ein oder warme Heizungsluft entweicht.
  • Die Lüftungsanlage sollte regelbar sein, damit sie während des Duschens oder Kochens auf eine höhere Leistung eingestellt werden kann.
  • Lüftungsanlagen sollten einen Wärmerückgewinnungsgrad (Rückwärmezahl) von mindestens 0,8 aufweisen.
  • Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung können nur dann energieeffizient arbeiten, wenn das Gebäude nach außen luftdicht ist. Der Luftdichtheitstest (der so genannte Blower-Door-Test) ermittelt den Luftwechsel – je kleiner dieser Wert, desto besser. Nach den gesetzlichen Vorgaben der EnEV darf der Luftwechsel bei Gebäuden ohne Lüftungsanlage nicht mehr als 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlage nicht mehr als 1,5 betragen.

Hinweis. Wände atmen nicht! Der Feuchtetransport durch die Wände ist - unabhängig davon, ob sie wärmegedämmt sind oder nicht - vernachlässigbar gering. Die freigesetzte Feuchtigkeit kann daher nur durch ausreichende Lüftung abgeführt werden.


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