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Baulicher Wärmeschutz

- Quelle: Pixelio.de
Heiße Sommertage bringen oft Raumtemperaturen von über 30 °C mit sich. Günstige bauliche Voraussetzungen und das Beachten einiger Hinweise verhindern eine zu starke Erwärmung.
Besonders gute Voraussetzungen für angenehme Sommertemperaturen weisen Wohnungen mit folgenden Charakteristika auf:
Ausreichende, nutzbare Speichermasse der Bauteile
Die Solarstrahlung kann in massiven Bauteilen wie Boden, Decken und Wänden gespeichert werden und macht sich deshalb nicht direkt als Temperaturerhöhung im Raum bemerkbar. Wände und Böden sollten frei stehen, weitgehend zugänglich bleiben und nicht zugebaut werden. Teppiche sind deshalb nicht optimal.
Architektonische Lösungen
Sogenannte durchgesteckte Grundrisse, die zwischen zwei Fassaden beidseitig orientiert verlaufen, ermöglichen die Querlüftung. Vor allem nachts bei niedrigeren Außenlufttemperaturen ist diese sehr wirksam und trägt zur Entladung der tagsüber aufgeheizten Speichermassen bei.
Wärmedämmung
Eine gute Wärmedämmung der Wände und Fenster hält auch Sommerhitze aus der Wohnung fern. Grundsätzlich trägt ein hoher Fensterflächenanteil im Sommer zur Aufheizung der Räume bei. Hintergrund ist der Glashauseffekt: Durch eine verglaste Öffnung trifft solare Strahlung in den dahinterliegenden Raum und wird dort in Wärme umgewandelt. Die Wärmestrahlung kann aber nicht mehr ungehindert ins Freie entweichen, weil sie an der Verglasung größtenteils in den Raum zurück reflektiert wird.
Verschattung
Den Fenstern kommt so eine besonders wichtige Rolle beim Kühlhalten der Räume zu. Außenliegende Sonnenschutzsysteme wie Roll-, Klapp- oder Schiebeläden außen vor den Fenstern lassen die Sonnenstrahlung erst gar nicht in die Wohnung eintreten. Schattige Bäume vor Fenster oder Fassade wirken nicht zuletzt aufgrund ihres positiven Einflusses auf das Mikroklima ebenfalls kühlend. Auch Dachüberhänge oder Balkone über den Fenstern spenden Schatten.
Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)







