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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Hydraulischer Abgleich

Quelle: photocase.com

Probleme mit der Heizung sind meist auf falsch eingestellte Heizungsanlagen zurückzuführen. Die Warmwasserströme sind oft nicht gut genug geregelt, sodass die Wärme im Heizungssystem nur ungleichmäßig verteilt wird.

Heizkörper, die nicht warm werden oder Geräusche in Heizungsleitungen - vielen Menschen ist dieses winterliche Übel ein Begriff. Viele Heizungsinstallateure schrecken vor einem notwendigen aber komplexen hydraulischen Abgleich zurück und stellen stattdessen die Pumpenleistung der Heizungsanlage zu hoch ein. Neben den Komforteinbußen beim Wohnklima und weniger Behaglichkeit in den Räumen führt dies zu einer unnötig hohen Heizkostenabrechnung.

Konstruktionsbedingt ist jedes Heizsystem mit örtlich getrennter Wärmerzeugung und Wärmeabgabe an die zu beheizenden Räume mit dem Problem der bedarfsgerechten Wärmeverteilung in allen Räumen konfrontiert. Dem Prinzip des geringsten Widerstandes folgend, fließt Heizungswasser auf dem kürzesten Weg wieder zurück zur Heizzentrale. In einem mehrstöckigen Haus mit Heizungsanlage im Keller bedeutet dies, dass die oberen Stockwerke nicht ausreichend mit Warmwasser versorgt bzw. beheizt werden und die unteren Stockwerke mit Warmwasser übersorgt bzw. überheizt werden.

Zur Lösung des Problems ist ein hydraulischer Abgleich nötig. Dieser ist nicht nur ökonomisch und ökologisch sinnvoll, sondern wird obendrein von DIN-Normen und Verordnungen (VOB/C - DIN 18380) gefordert und ist auch bei Modernisierungsmaßnahmen, die im Rahmen der KfW-Förderprogramme "Wohnen, Umwelt, Wachstum" gefördert werden, unabdingbar.

In der Praxis wird das Problem von Heizungsinstallateuren jedoch häufig falsch eingeschätzt oder falsch bekämpft. Sie reagieren auf die schlechte Wärmeverteilung mit dem Einbau von Pumpen größerer Leistung oder einer Erhöhung der Vorlauftemperatur. Diese Maßnahmen resultieren lediglich in einem höheren Energieverbrauch und in störenden Betriebsgeräuschen. Eine effektive Wärmeverteilung lässt sich so allerdings nicht erzielen.

Um das Problem mit optimalem Energieeinsatz zu lösen, müssen durch einen hydraulischen Abgleich für alle im Heizkörper Wärmeverteilungsnetz gleiche Widerstände erzeugt werden. Ob dies durch den Einsatz von Strangregulierventilen und unterschiedlichen Reglern (Differenzdruckregler) oder direkt am Thermostatventil erfolgt, muss individuell ermittelt werden. Hiervon unabhängig gilt es im Vorfeld eine Reihe von Faktoren zu berechnen, die auf das Wärmeverteilungssystem einwirken:

  • raumweiser Wärmbedarf
  • Heizflächen und Volumenströme unter Berücksichtigung der Rücklauftemperaturen
  • Rohrnetz mit den Heizkörpervolumenströmen

Ist der hydraulische Abgleich erfolgt, so ist davon auszugehen, dass die Heizungsanlage nicht nur entsprechenden Vorschriften, bspw. der Energieeinsparverordnung, entspricht, sondern dass darüber hinaus der Wohnkomfort und die Behaglichkeit erheblich gesteigert wird. Durch die Energieeinsparung werden langfristig die Umwelt und letztlich der eigene Geldbeutel geschont.

Autor: Redaktion 


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