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Brennwertkessel

- © Bosch
Der Brennwertkessel stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdgas bzw. Erdöl dar und kann sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden.
Im Unterschied zu konventionellen Heizkesseln verbrauchen diese deutlich weniger Energie und geben erheblich weniger Schadstoffe an die Umwelt ab. Brennwertkessel haben - verglichen mit modernen, konventionellen Heizkesseln - eine bis zu 10-20% bessere Energieausnutzung. Dieser hohe Wirkungsgrad wird erreicht, da auch die in den Abgasen enthaltene Wärme des Wasserdampfes genutzt wird.
Erdöl und Gas verbrennen überwiegend zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Herkömmliche Heizungsanlagen können die Wärme des Wasserdampfes allerdings nicht verwerten. Brennwertgeräte hingegen kondensieren diesen Wasserdampf und nutzen die dabei frei werdende Wärme zusätzlich. Sie machen sich also trotz ihrer etwas höheren Anschaffungskosten durch die Energiekosteneinsparung schnell bezahlt.
Optimal arbeiten Brennwertkessel, wenn das Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet. Dann kann die Technologie ihre eigentliche Stärke - die zusätzliche Nutzung der Wärme in den Abgasen - voll ausspielen. Aber da auch bei Heizsystemen mit höheren Vorlauftemperaturen die maximalen Werte nur bei sehr kalten Außentemperaturen erreicht werden, nutzen die Heizkessel ihren "Brennwertvorteil" auch hier häufig aus. Wichtig ist, dass die Anlage für den individuellen Einsatz optimal eingestellt und regelmäßig kontrolliert wird.
Beispiel
Der so genannte Brennwert kann ab rund 56 - 58°C im Heizungsrücklauf genutzt werden. Selbst ein Heizsystem, das erst ab einer Außentemperatur von -14°C (oder kälter) beispielsweise mit 80°C im Vorlauf und 60°C im Rücklauf betrieben wird, kann über weite Teile des Jahres den Brennwert nutzen. Die entsprechenden Systemtemperaturen sind bei höheren Außentemperaturen wegen der außentemperaturgeführten Heizungssteuerung entsprechend niedriger als 80°C / 60°C.
Fazit. Selbst wenn Heizkreisläufe im eiskalten Winter höhere Temperaturen benötigen, kann schlimmstenfalls kein Brennwert der Abgase genutzt werden. Insbesondere in den Übergangszeiten (Herbst und Frühjahr) kommt der Vorteil der Brennwertsysteme aber voll zum Tragen.
Autor: Redaktion









