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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Heizungspumpen- und Umwälzpumpen

Heizungspumpe
Bei der Heizungspumpe liegt ein großes Energieeinsparpotenzial. Quelle: Grundfos

Während der Heizperiode sorgt die Heizungspumpe im Dauereinsatz dafür, dass warmes Wasser zwischen Heizanlage und Heizkörpern zirkuliert und die Räume wärmt. Der Energieverbrauch von energieeffizienten Umwälzpumpen wird bei der energetischen Betrachtung von Heizungs- und Solaranlagen oft unterschätzt: Hier besteht ein großes Energieeinsparpotenzial.

Heizungspumpen: Klein aber gefräßig

Klein und meist im Keller versteckt läuft die Pumpe oft während der gesamten Heizperiode; dabei verbraucht sie Strom. Herkömmliche Pumpen belasten die Stromrechnung enorm: In einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt ist sie für etwa 10 Prozent der Stromkosten verantwortlich.

Moderne Pumpen sparen

Heizungspumpen gewährleisten den Transport der Wärme in die beheizten Räume – gerade in älteren Häusern sind sie oft überdimensioniert. Das heißt, dass sie aufgrund von fehlender Steuerungstechnik viel mehr leisten, als das Heizsystem benötigt. Dieses ungenutzte Mehr an "Kraft" verbraucht unnötig Energie.

Die Geräte sind für eine Lebensdauer von 12 bis 15 Jahren ausgelegt, deshalb hat sich eine große Zahl alter, ineffizienter Pumpen angesammelt. Dabei wurden in den letzten Jahren Hocheffizienzpumpen speziell für den Einsatz in Heizungssystemen entwickelt. Im Vergleich zu den alten Modellen verbrauchen sie nur einen Bruchteil an Strom und sparen so Geld.

Der Stromverbrauch der Heizungspumpe lässt sich um bis zu 80 Prozent senken, wenn:

  • eine hocheffiziente Heizungspumpe der Energieeffizienzklasse A eingesetzt wird,
  • die Laufzeit der Pumpe an den Bedarf optimal angepasst wird,
  • das Heizungssystem z. B. durch einen hydraulischen Abgleich  optimiert wird.

Stromsparende Pumpen für Heizungen und Solaranlagen

Der Energieverbrauch von Umwälzpumpen wird bei der energetischen Betrachtung von Heizungs- und Solaranlagen oft unterschätzt. Dabei ist in manchem Einfamilienhaus die Heizungs-Umwälzpumpe für 10 Prozent der Stromrechnung verantwortlich.

In bestehenden Heizungsanlagen finden sich bis heute meist so genannte Spaltrohrpumpen mit Asynchronmotor. Bei diesen Pumpen liegen alle beweglichen Teile im Fördermedium, das gleichzeitig für Schmierung und Kühlung sorgt. Die Pumpen arbeiten konstruktionsbedingt robust, wartungsarm und leise, leider aber auch mit geringem Wirkungsgrad. Sicherheitszuschläge bei der Dimensionierung verschlechtern die Energiebilanz oft zusätzlich.

Der Stromverbrauch lässt sich oft mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen wie dem Einbau einer drehzahlgeregelten Pumpe oder einer Schaltuhr deutlich reduzieren. Weitere Einsparpotenziale könnten mit einer verbesserten Pumpentechnik erschlossen werden.

Inzwischen ist eine neue Generation von Pumpen verfügbar. Wenn diese neue energiesparende Technologie zum Standard wird, könnte in diesem Bereich eine Senkung des jährlichen Stromverbrauchs von 60 Prozent und mehr erzielt werden.

Die Voraussetzungen zur breiten Markteinführung dieser neuen Technologie sind also bereits gegeben. Eine Reihe von Produkten verschiedener Hersteller für zahlreiche Anwendungsfälle ist verfügbar. Nun gilt es, die Vorteile, vor allem die erzielbaren Energie- und Kosteneinsparungen, im Markt bekannt zu machen, um die Nachfrage nach der effizienten Pumpentechnologie zu stimulieren. Auf der Seite der Anbieter kommt dabei den Herstellern von Heizsystemen und den Installateuren (die in der Regel die Pumpen auswählen) eine wichtige Rolle zu.

Hausbesitzer und Bauherren sollten sich deshalb bei der Anschaffung einer neuen Heizungsanlage oder dem Einbau einer neuen Umwälzpumpe beim Hersteller genau nach dem Stromverbrauch der eingesetzten Pumpen erkundigen. Die höheren Anfangskosten werden bei den Betriebskosten durch den erheblich verminderten Strombedarf wieder eingespart. Über die gesamte Lebensdauer der Pumpe fallen die An-schaffungskosten kaum noch ins Gewicht und es ergibt sich eine Kosteneinsparung von bis zu 60 Prozent.

Auch für Solaranlagen ist eine neue Pumpengeneration auf dem Markt, die besser auf die Volumenströme und das Wärmeträgermedium angepasst ist. Ein im Durchschnitt halbierter Strombedarf sorgt für eine nochmals verbesserte Ökobilanz solarer Wärmeerzeugung und ein Solarpumpen-Förderbonus für zusätzliche finanzielle Anreize zum Austausch ineffizienter Pumpen. Mehr Informationen zur Förderung erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) .


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