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Vergleich verschiedener Heizkesseltypen

- Durch eine kluge Planung der Heizungssanierung können die Brennstoffkosten oft erheblich gesenkt werden.
Allein der Einsatz moderner Heizkessel kann gegenüber veralteten Kesseln bis zu 40 Prozent des Brennstoffs sparen. Eine kluge Planung der Heizungssanierung kann noch höhere Werte ermöglichen.
Die 1. Bundesimissionsschutzverordnung (BImSchV) wurde im Jahr 2009 novelliert. Nach Ablauf der Übergangsfristen müssen die neuen Grenzwerte für alle Heizungsanlagen eingehalten werden.
Dies bedeutet, dass gegebenenfalls das alte Heizsystem ausgetauscht werden muss, obwohl es noch "funktioniert". Hintergrund sind der technische Fortschritt und die in internationalen Verträgen festge-schriebene Verpflichtung Deutschlands zum Klimaschutz.
Direkt- oder Nachtspeicherheizungen sind ineffizient und unwirtschaftlich. Nachtspeicherheizungen wurden in den 1970er Jahren noch staatlich gefördert, weil sie für die Raumerwärmung den nachts günstig angebotenen Strom nutzten. Heute sind diese Systeme überfällig, da sie Strom – die hochwertigste Energieform – wieder in Wärme umwandeln. Für die Erzeugung von einer kWh Strom müssen rund drei kWh Primärenergie in Form von Kohle, Öl oder anderen Brennstoffen zuerst in Wärme umgewandelt werden, um am Ende für den Einsatz in einer Nachtspeicherheizung bereitzustehen.
Effizienter ist der Einsatz von Erdöl oder Erdgas in einem modernen Brennwertkessel. Brennwertkessel nutzen zusätzlich zum eigentlichen Verbrennungsprozess auch die Wärme, die aus der Kondensation des Wasserdampfs im Abgas entsteht und benötigen so rund 10 Prozent weniger Brennstoff im Vergleich zu einem System mit Niedertemperaturtechnik. Sollte im Heizungskeller sogar noch ein alter Konstanttemperaturkessel seinen Dienst verrichten, ist allein durch den Austausch des Kessels gegen moderne Heiztechnik eine Senkung des Brennstoffverbrauchs um bis zu 40 Prozent möglich.
Brennwertkessel in Kombination mit Solarthermieanlagen oder Wärmerückgewinnung benötigen fast 30 Prozent weniger Energie als Standardkessel bei gleicher Leistung. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern und einem Bedarf von ca. 2000 Litern Heizöl im Jahr lassen sich so fast 400 € jährlich sparen.
Steht der Austausch des veralteten Heizsystems ohnehin an, liegen die Mehrkosten für einen Brennwertkessel gegenüber einem Niedertemperaturkessel zwischen 300 und 800 Euro. Je nach Höhe des individuellen Brennstoffverbrauchs kann sich die Investition schon kurzfristig amortisieren.









