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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Wirtschaftlichkeit von Modernisierungsmaßnahmen

Taschenrechner und Geld
Investitionen in die Modernisierung des Heizsystems rechnen sich. © tommyS / pixelio.de

Investitionen in die Modernisierung des Heizsystems rechnen sich. Dabei gilt es zu entscheiden, ob zuerst die Heiztechnik erneuert werden soll oder mit der energetischen Dämmung des Gebäudes begonnen wird. Wer den Aufwand beider Maßnahmen nicht gleichzeitig tragen kann, muss eine individuelle Lösung finden. Die folgenden Beispielrechnungen helfen dabei.

Beispielrechnung 1 – Einfamilienhaus von 1970

Ausgehend von einem freistehenden Einfamilienhaus Baujahr 1970 mit einer Nutzfläche von 150 m², einem Standardheizkessel sowie einem direkt beheizten Wassererwärmer und einem daraus resultierenden jährlichen Energiebedarf von 424 kWh/m² hat der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. untersucht, wie hoch die mit verschiedenen Maßnahmen verbundene Energieeinsparung sein kann.

Im ersten Sanierungsschritt wird ein neuer Brennwertkessel und Trinkwassererwärmer installiert. Der Energiebedarf reduziert sich dadurch um 30 Prozent. Das entspricht bei einem Energiepreis von 0,7 Euro pro Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas einer Einsparung von rund 1.270 Euro pro Jahr. Da die hierfür notwendigen Investitionen rund 6.500 Euro betragen, amortisiert sich diese Sanierungsmaßnahme in weniger als fünf Jahren.

In einem zweiten Schritt werden zusätzlich eine Solaranlage integriert, weitere Heizkörper ergänzt, um eine optimale Brennwertnutzung (Vorlauf-/Rücklauftemperatur 40 °C/30 °C) zu erzielen sowie die Verteilleitungen gedämmt. Dafür sind noch einmal rund 5.500 Euro zu veranschlagen. Im Ergebnis verringert sich der Energieverbrauch gegenüber der Ausgangssituation um rund 40 Prozent. Dies entspricht einer Senkung der Energiekosten auf Basis der genannten Preise um insgesamt 1.864 Euro pro Jahr. Auch hier übersteigen die Einsparungen die Investitionskosten also schon nach knapp drei Jahren.

Dieses Beispiel zeigt, dass sich die Investition in eine neue Heizanlage schon innerhalb weniger Jahre amortisieren kann. Außerdem ist damit eine erhebliche Einsparung an Treibhausgas-Emissionen verbunden: Die Reduzierung des Energieverbrauchs um 40 Prozent bedeutet im Falle des beschriebenen Gebäudes eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um rund sieben Tonnen im Jahr.

Beispielrechnung 2 – 30 Jahre altes Einfamilienhaus

Auch die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) hat überprüft, welche Energiesparmaßnahmen wirtschaftlich am effizientesten sind, also das günstigste Kosten/Nutzen-Verhältnis haben. Ausgangsbasis dieser Berechnungen war ein etwa 30 Jahre altes Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche auf dem damaligen energetischen Stand. Es hat einen jährlichen Heizenergieverbrauch von rund 33.000 kWh (22 Liter Heizöl pro Quadratmeter / 3.300 Liter pro Jahr). Als Heiz- und Warmwasserbereitungssystem wurde von einem Kessel mit Baujahr vor 1978 und einer Auslegungstemperatur von 90/70 °C ausgegangen. Die Rohrleitungen sind mäßig gedämmt, und der Kessel ist um den Faktor 1,2 überdimensioniert.

Im Beispiel kann der Austausch des alten Heizkessels gegen einen Brennwertkessel den Primärenergieverbrauch um fast ein Drittel reduzieren. So ein Brennwertkessel verringert die den Treibhauseffekt mit verursachenden Kohlendioxid-Emissionen jährlich um rund zwei Tonnen. Außerdem beträgt die Einsparung bei den Heizkosten jedes Jahr rund 500 Euro. Damit macht sich die Investition in den neuen Heizkessel schon nach rund sieben Jahren bezahlt. Und ganz nebenbei wurde damit noch ein Beitrag zur Schonung der Energiereserven und der Umwelt geleistet.


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