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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Tipps zur Heizungsmodernisierung

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Mehr- und Minderbedarf (Primärenergie) verschiedener Heizungsarten im Vergleich zum Niedertemperaturkessel Quelle: eza!

Moderne Heizkessel verbrauchen bis zu 40% weniger Brennstoff als alte »Energiefresser«. Dadurch entlasten Sie Ihre Haushaltskasse erheblich.

Je nach Heizkesseltyp  sind Investitionen zwischen 3.000 und 6.000 Euro nötig. Diese rentieren sich aber bereits nach wenigen Jahren. Deshalb sollten Sie nicht warten, bis Ihre alte Heizung defekt ist. Ein Austausch lohnt sich häufig schon bei einer 15 Jahre alten Heizung.

Mehr- und Minderbedarf (Primärenergie) verschiedener Heizungsarten im Vergleich zum Niedertemperaturkessel (Werte gerundet)

Heizungsart Abweichung des Primärenergiebedarfs vom Niedertemperaturkessel in Prozent
Konstanttemperaturkessel oder Standardkessel +20%
Brennwertkesel außerhalb der beheizten Gebäudehülle -10%
Brennwertkessel innerhalb der beheizten Gebäudehülle -20%
Brennwertkessel mit Solaranlage -25%
Brennwertkessel, Lüftung mit Wärmerückgewinnung -30%
Erdwärmepumpe mit Fußbodenheizung -35%
Nah-, Fernwärme aus Kraft- Wärmekopplung -40%

 

Tipps

  • Wählen Sie die Technik, die den eingesetzten Brennstoff am besten ausnutzt, z. B. einen Brennwertkessel.
  • Prüfen Sie den Einsatz von erneuerbaren Energien oder von Nah- oder Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Wenn Sie Ihr Haus oder zumindest bestimmte Bauteile wie das Dach oder die Fassade wärmedämmen, braucht die Heizung weniger Leistung. Planen Sie dies beim Austausch Ihres alten Kessels mit ein.
  • Wärmepumpen, Brennwertkessel und Solarthermieanlagen arbeiten bei geringeren Vorlauftemperaturen mit dem besten Wirkungsgrad. Deshalb sollten Sie große Heizflächen verwenden. Die Heiztemperatur für konventionelle Heizkörper sollte 70°C nicht überschreiten. Bei Flächenheizungen genügen oft schon 35°C.
  • Die Dicke der Dämmung von Heizungsrohren sollte gleich dem Rohrdurchmesser sein, in der Regel jedoch mindestens 20 mm.
  • Entscheiden Sie sich bei Ersatz der Heizungsumwälzpumpe für ein Modell mit elektronischer Drehzahlregelung.

Die Installation des Heizkessels, des Abgasstranges und der Brennstoffleitungen für Öl oder Gas sollten Sie auf jeden Fall einem Fachmann überlassen, ebenso die Inbetriebnahme und Abnahme. Damit Sie möglichst lange ungetrübte Freude an Ihrer neuen Heizung haben, sollte sie einmal im Jahr durch eine Fachfirma gewartet werden.

Hinweis. Unter Umständen sind Sie zum Austausch Ihres alten Heizkessels verpflichtet. Die maßgeblichen Gesetze und Verordnungen  sind die Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) und die Energieeinsparverordnung  (EnEV).

Lassen Sie sich bei der Inbetriebnahme vom der Fachfirma genau einweisen und lassen Sie sich die Bedienungsanleitung für die Heizungsanlage einschließlich der Regelungstechnik aushändigen.

Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 


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