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Modernisierungsmaßnahmen rechnen sich

- Haushalte in Deutschland können ihren Energiebedarf erheblich reduzieren. © Fotolia
Die Haushalte in Deutschland wenden fast 90 Prozent der Energie für die Beheizung von Räumen und Brauchwasser auf. Der Energieverbrauch und die Energiekosten können durch geeignete Modernisierungsmaßnahmen an Heizsystem und Gebäudehülle drastisch reduziert werden. Die Investitionen amortisieren sich dabei langfristig und zum Teil verhältnismäßig schnell – bei weiter steigenden Energiekosten bereits in wenigen Jahren.
Haushalte in Deutschland können ihren Energiebedarf erheblich reduzieren. Dies trifft vor allem auf die häufig schlecht gedämmten, nicht modernisierten Altbauten zu, die mit veralteter Heiz- und Regeltechnik sowie mangelhafter Dämmung und undichten Fenstern hohe Wärmeverluste verursachen. Über vier Millionen Heizungsanlagen in Deutschland gelten als veraltet und sollten schnell modernisiert werden. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, den Energieverbrauch zu senken. Entscheidend für die Wahl der energie- und kosteneffizientesten Maßnahmen für die eigene Immobilie sind dabei die spezifischen Voraussetzungen.
Austausch des Heizkessels
Die Kenngröße für die Energieeffizienz eines Heizkessels ist der Nutzungsgrad. Er kann bei einem alten Heizkessel beispielsweise bei 64 Prozent liegen. Neue Niedertemperaturkessel erreichen dagegen schon Nutzungsgrade bis zu 93 Prozent und Brennwertkessel sogar bis zu 104 Prozent*.
Der Vergleich macht deutlich, dass der Austausch des alten Heizkessels gegen ein modernes Brennwertsystem in der Regel eine geeignete Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz ist: Das Energieeinsparpotenzial liegt hier bei bis zu 40 Prozent. Fazit: Investitionen in moderne Heiztechnik kommen nicht nur der Umwelt zugute, sondern rentieren sich langfristig auch finanziell. Anders rechnen sich Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen wie die Installation von Wärmeschutzfenstern oder in eine effiziente Gebäudedämmung: Hier sind die spezifischen Investitionen für jede eingesparte Kilowattstunde fast immer höher und benötigen länger für die Amortisation.
Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle können im Rahmen von ohnehin anstehenden Werterhaltungsmaßnahmen besonders günstig durchgeführt werden, z. B. bei der Erneuerung des Außenputzes oder des Außenanstrichs.
Zu beachten ist sowohl beim Austausch der Heiztechnik als auch bei der Optimierung der Gebäudehülle, dass der Heizkessel auf die spezifischen Gegebenheiten angepasst und das Heizsystem mit der optimalen Regelungstechnik ausgestattet sein sollte. So lassen sich versteckte Energieeinsparpotenziale systematisch heben.
Informieren Sie sich hier über die Wirtschaftlichkeit verschiedener Modernisierungsmaßnahmen.
*Der rechnerische Nutzungsgrad eines Heizkessels kann dank hocheffizienter Wärmerückgewinnung über 100 Prozent liegen.










