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Energiebedingte CO2-Emissionen

- Menschen im Verkehr sind eine von vielen CO2-Quelle © Oed/BMU
Im Jahr 2006 betrug der weltweite Primärenergieverbrauch knapp 492 Exajoule. Dabei wurden rund 30 Mrd. Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Der Anteil von erneuerbaren Energien betrug knapp 13 Prozent.
Die Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Erdgas und das dabei freigesetzte Kohlendioxid ist die bedeutendste anthropogene Quelle klimarelevanter Treibhausgase. Seit der industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der weltweite Primärenergieverbrauch um das Vierzigfache erhöht.
Energieerzeugung und -verbrauch
Unter Primärenergie wird die zur Bereitstellung der nutzbaren Energieträger (z. B. Kraftstoffe, Heizöl, Strom) eingesetzte Rohenergie verstanden. Diese wurden im Jahr 2006 zu ca. 35 Prozent aus Erdöl, zu 21 Prozent aus Erdgas, 25,5 Prozent aus Kohle und 6 Prozent Atomkraft gewonnen.
Allgemein wird von einem weiteren Wachstum des Weltenergieverbrauchs um bis zu 40 Prozent in den kommenden Jahrzehnten bis 2030 ausgegangen. Allerdings werden die erneuerbaren Energien einen immer größeren Anteil übernehmen.
Energieträger
Die globale Energieversorgung basiert derzeit zu 80 Prozent auf fossilen Energieträgern. Rund 13 Prozent des Primärenergieverbrauchs wird aus Erneuerbaren Energien gewonnen, vor allem aus Brennholz und Abfällen (10 Prozent) sowie der Wasserkraft (2,2 Prozent). Moderne Erneuerbare Energien wie die Solarenergie, Windenergie oder Geothermie machen bislang nicht einmal ein halbes Prozent des weltweiten Primärenergiebedarfs aus.
Dieser stark fossil basierte Energiemix führte im Jahr 2006 zur Freisetzung von rund 30 Mrd. Tonnen Kohlendioxid. Über die Hälfte davon entfiel auf die westlichen Industrienationen, allein 20 Prozent auf die USA, 15 Prozent auf die EU-27 und 21 Prozent auf Indien und China. Doch auch Deutschland trägt bei einem Anteil von 1 Prozent an der Weltbevölkerung mit knapp 3 Prozent überproportional zum globalen CO2-Ausstoß bei.
In Deutschland wurden im Jahr 2006 895 Mio. Tonnen Kohlendioxid energiebedingt emittiert. Die Energiewirtschaft war daran zu 41 Prozent (366 Mio. t) beteiligt, der Verkehr zu 18 Prozent (161 Mio. t), die privaten Haushalte zu 13 Prozent (117 Mio. t) und die Industrie zu 11,3 Prozent (101 Mio. t).
Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen könnten sich gegenüber 2005 nach Berechnungen mit Energieszenarien der Internationalen Energie-Agentur bis 2030 um rund 35 Prozent auf bis zu 41 Mrd. t pro Jahr erhöhen, wenn nicht entsprechende politische Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Wo bleibt das CO2?
Zu den 30 Mrd. Tonnen CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe kommen noch einmal 6,5 Mrd. Tonnen CO2 durch die Vernichtung (Abholzung oder Brandrodung) der Wälder, so dass zurzeit jährlich rund 36 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre und damit in den Kohlenstoffkreislauf gelangen.
Der CO2-Quelle" Mensch stehen in der Natur verschiedene Kohlendioxid-Senken (=CO2-"Verbraucher") gegenüber: So verbleibt ein Teil des Klimagases in der Atmosphäre, deren Gehalt an Kohlenstoff (C) sich durch die anthropogene CO2-Emission von 600 Mrd. Tonnen C im Jahr 1800 auf etwa 800 Mrd. Tonnen C im Jahr 2006 erhöht hat. Rund 5 bis 10 Mrd. Tonnen, bzw. 1,4 bis 2,8 Mrd. Tonnen Kohlenstoff, verschwinden jährlich in den Ozeanen, wo sie zum Teil über Jahrtausende gebunden bleiben.
Und schließlich nehmen auch die Waldökosysteme einen Teil der CO2-Emissionen auf. Während dieser Anteil für die 1980er Jahre in etwa nur so groß eingeschätzt wird, wie die durch die Waldvernichtung freigesetzte Menge an Kohlendioxid, geht man seit den 1990er Jahre von einer deutlichen Senkenwirkung der Wälder aus. Gründe dafür sind die sich ausweitenden Waldflächen auf der Nordhemisphäre sowie die vermutete Dünge-Wirkung des erhöhten CO2-Gehaltes der Luft. Netto dürften die Wälder der Atmosphäre etwa 1,8 bis 5,1 Mrd. Tonnen CO2 jährlich entziehen.
Autor: Redaktion








