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letzte Änderung: 10.02.2012 

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Einsatzmöglichkeiten thermochemischer Speicher

Haus mit Solaranlage im Winter
Thermochemische Speicher können zur saisonalen Speicherung solarer Wärme dienen. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: ARTHAUS Raum und Linie, Via Davitg 4, 7403 Rhäzüns

Die ganzjährige Wärmeversorgung von Gebäuden in Deutschland mit Sonnenenergie steht bisher vor einem Problem: Im Sommer ist solare Strahlung überreich vorhanden, der Heizwärmebedarf ist jedoch im Winter am größten, also dann, wenn die solare Strahlung am geringsten ist.

Das Dilemma der zeitlichen Verschiebung von solarem Angebot und Bedarf an Heizwärme wurde bislang nur in Siedlungen mit solarer Nahwärmeversorgung zur Heizungsunterstützung hinreichend gelöst. Bei solaren Nahwärmesystemen wird im Sommer solare Energie in Form von Wärme zumeist in große, gut gedämmte unterirdische Wasserspeicher oder Erdsonden und Aquiferspeicher eingespeist, die später für die winterliche Beheizung zur Verfügung steht.

Wirtschaftlich tragfähig ist diese Form saisonaler Speicherung nur für Wohnsiedlungen mit zentraler Wärmeversorgung, nicht jedoch für einzelne Ein- oder Mehrfamilienhäuser. Höhere Energiespeicherdichten als bei der herkömmlichen Speicherung sensibler Wärme erreicht man mit Latentwärmespeichern. Noch höhere Energiedichten lassen sich allerdings mit thermochemischen Speichern erzielen. Sie basieren auf einem grundsätzlich anderen Prinzip, denn man nutzt in diesem Fall reversible chemische Reaktionen für die Wärmespeicherung.

Die entscheidenden Vorteile thermochemischer Speicher liegen in der nahezu verlustfreien Wärmespeicherung auch über große Zeiträume hinweg sowie in den hohen erreichbaren Energiedichten. Thermochemische Systeme kann man im Vergleich zu üblichen Heißwasserspeichern mit einer bis zu vier- bis fünfmal höheren volumenbezogenen Wärmemenge beladen. Nicht nur zur saisonalen Speicherung solarer Wärme sondern auch in der rationellen Energienutzung können thermochemische Speicher von Nutzen sein.

Quelle: BINE Informationsdienst - "Thermochemische Speicher", projektInfo 2/01


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