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Wärmespeicherung im Aquifer

- Im Sommer wird überschüssige Wärme saisonal gespeichert. © Fotolia
Da die Bedarfskurven von Strom und Wärme nicht synchron verlaufen, wird zeitweise überwiegend im Sommer bei der Stromerzeugung Überschusswärme produziert. Zu anderen Zeiten überwiegend im Winter besteht dagegen eine Deckungslücke für Wärme.
Aus diesem Grund wird überschüssige Wärme saisonal in einem soleführenden Aquifer gespeichert. Die Sandsteinschicht befindet sich in einer Tiefe von ca. 285 bis 315 Meter. Sie ist durch mächtige Abdeckungen (Rupelton, ca. 70 m dick) von den darüber liegenden Schichten abgetrennt.
Die natürliche Aquifertemperatur beträgt ca. 19°C. Die hydraulischen Eigenschaften des Aquifers (u.a. 30% Porosität) gestatten es, aus einer Tiefbohrung im Maximum 100 m³/h Sole abzupumpen oder eine gleiche Menge zu verpressen.
Der Speicher wird mit dem Medium bei einer Temperatur von 70°C beladen und zu einem späteren Zeitpunkt bei Temperaturen im Bereich von 65°C bis hin zu 30°C entladen. Die im Verlauf der Entladungsperiode absinkende Fördertemperatur ist charakteristisch für die Aquiferspeicherung.
Ein Großteil der zurückgewonnenen Wärme versorgt den Niedertemperatur-Bereich der verschiedenen Gebäudeheizungssysteme im direkten Wärmetausch. Eine weitere Auskühlung (bis auf minimal 20°C) kann bei Bedarf durch Absorptionswärmepumpen vorgenommen werden, die im Umfang von ca. 2 MW Kälteleistung installiert sind.
Kenndaten des Aquiferspeichers
| Jahreszeit | Messgröße | Wert |
|---|---|---|
| Sommer (Beladung) | mittlere Fördertemperatur | 20°C |
| Injektionstemperatur | 70°C | |
| eingelagerte Wärme | 2.650 MWh/a | |
| Winter (Entladung) | Fördertemperatur | 65-30 °C |
| entnommene Wärme | 2.050 MWh/a | |
| Bilanz | ||
| Förderaufwand | 280 MWh | |
| Verhältnis genutzter zu eingelagerter Wärme | 77% |
Quelle: BINE Informationsdienst, projektinfo 09/03








