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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Gutes Klima im Regierungsviertel: Energiekonzept Spreebogen

Reichstag
Der Energieverbund im Berliner Spreebogen umfasst neben dem Reichstagsgebäude und dem Bundeskanzleramt auch die benachbarten Parlamentsgebäude. © ClipDealer: ArTo

Der Energieverbund im Berliner Spreebogen umfasst neben dem Reichstagsgebäude und dem Bundeskanzleramt die benachbarten Parlamentsgebäude Jakob-Kaiser-Haus, Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.

Herzstück der umweltfreundlichen Energieversorgung des Berliner Reichstages ist das Blockheizkraftwerk (BHKW) im Kellergewölbe: Es versorgt den Reichstag und zusätzlich die umliegenden Parlamentsgebäude und Abgeordnetenhäuser mit Strom und Wärme. Die Wärme, die während des Betriebs der vier Verbrennungsmotoren entsteht, wird direkt zum Heizen genutzt.

Überschüssige Wärme wird in einen unterirdischen Aquiferspeicher geleitet und kann bei Bedarf beispielsweise im Winter wieder entnommen werden. Dieses System dient im Sommer auch der Kühlung der Gebäude. Die Befeuerung des Blockheizkraftwerkes ist besonders umweltschonend: Es wird mit Pflanzenöl in Form von Biodiesel betrieben. Somit lässt sich der CO2-Ausstoß um über 50 Prozent senken.

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) hat eine elektrische Gesamtleistung von 3.200 kW und deckt circa 80 Prozent des Strombedarfs der Gebäude und mit der Abwärme ca. 90 Prozent des Wärmebedarfs. Der Reststrom für Spitzenlastzeiten und die Ersatzstromversorgung wird aus dem öffentlichen Netz bezogen. Die von den beiden BHKW auf einem Temperaturniveau von 110°C produzierte Wärme wird direkt zur Versorgung von Hochtemperatur- und teilweise von Niedertemperatur-Heiznetzen genutzt. Zusätzlich dient sie dem Antrieb von diversen Absorptionskältemaschinen oder Absoptionswärmepumpen.


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