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Funktion & Voraussetzungen eines Aquiferspeichers
Aquiferspeicher bestehen in der Regel aus zwei Bohrungen bzw. Bohrungsgruppen, die den gleichen Grundwasserleiter erschließen. Sie werden in einem Abstand von 50 bis zu 300 Metern angeordnet, um die gegenseitige thermische Beeinflussung auszuschließen.
Beide Bohrungen sind mit Pumpen sowie einem Injektionsstrang ausgestattet, die das Durchströmen der Anlage in beide Richtungen erlauben. In das die Bohrungen verbindende übertägige Rohrleitungssystem sind Wärmetauscher integriert. Sie ermöglichen das Einlagern und die Entnahme von Energie. Das aus der "kalten" Bohrung entnommene Wasser wird im Sommer mit Wärme (aus Kühlprozessen, Solaranlagen, der Kraft-Wärme-Kopplung usw.) beladen und in die "warme" Bohrung injiziert, wo sich im Aquifer eine sogenannte Wärmeblase bildet. Im Winter wird diese Wärmeblase dann mit umgekehrter Strömungsrichtung abgefördert.
Hydrogeologische Anforderungen
Eine hydrogeologische Voruntersuchung des Speicherstandortes ist unbedingt erforderlich: Geklärt werden müssen u.a. die Schichtenabfolge, die Lage und Neigung des Grundwasserspiegels, die hydraulische Durchlässigkeit des Untergrunds, die Strömungsgeschwindigkeit und -richtung des Grundwassers.
Bei Temperaturen über 50°C kann es je nach Beschaffenheit des vorliegenden Grundwassers zu chemischen und physikalischen Veränderungen kommen, die ohne geeignete Maßnahmen zu einem Erliegen der Förderung führen können. Jede Einleitung von Wasser in den Untergrund muss wasserrechtlich genehmigt werden. Innerhalb von Trinkwasserschutzgebieten können Aquifer-Wärmespeicher in der Regel nur in Zone III B (erweiterte Schutzzone) errichtet werden.
Quelle: BINE Informationsdienst, projektinfo 09/03










