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Was ist Energie?

- Ein Pkw-Motor wandelt die im Benzin enthaltene chemische Energie in mechanische Antriebsenergie um.
Energie bestimmt den Alltag. Im Sprachgebrauch wird sie "erzeugt, umgewandelt, transportiert, gespeichert und verbraucht". Täglich informieren Medien darüber, dass die Energie teuer ist, ihre Erzeugung die Umwelt belastet und die konventionellen Energieressourcen endlich sind.
Menschen nutzen Energie in vielfältiger Weise, für warme Wohnungen und helle Räume oder den Transport und die Produktion von Gütern. Jede Aktivität ist mit dem Umsatz von Energie verbunden.
Die verschiedenen Erscheinungsformen von Energie sind daher aus dem Alltag wohl vertraut: Die Wärme des Feuers, das Licht der Sonne, die Bewegung des Windes. Dabei ist "Energie" selbst nicht zu sehen, zu hören, zu schmecken, zu riechen oder zu fühlen. Wenn wir einen Blitz sehen oder in der Sauna schwitzen, dann erleben wir Energie. Das, was hinter diesen verschiedenen Erscheinungsformen steckt, nennen wir Energie.
Für die Physik ist "Energie" einer ihrer zentralen Begriffe. Physikalisch betrachtet ist Energie die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten.
Wenn ein Auto durch einen Motor angetrieben wird, dann wird mechanische Arbeit verrichtet. Die Arbeit leistet ein Verbrennungsmotor. Im Zylinder wird ein Benzin-Luftgemisch verbrannt. Die dabei entstehenden Abgase haben ein größeres Volumen. Der Druck steigt und kann in Bewegungsenergie umgesetzt werden: Chemische Energie wird in Bewegungsenergie umgewandelt.
Die Energieformen sind zumindest zum Teil ineinander überführbar: Aus chemischer Energie wird im Verbrennungsmotor Bewegungsenergie, aus Sonnenlicht wird in der Photovoltaik-Anlage elektrischer Strom.
Energie kann von einer Energieform in eine andere umgewandelt werden, sie kann gespeichert und transportiert werden. Und dennoch ist sie kein Stoff. Als Wärme ist die Energie die ungeordnete Bewegung molekularer Teilchen, als elektrischer Strom die gerichtete Bewegung geladener Teilchen, als Strahlung elektromagnetische Wellen.
Streng genommen lässt sich Energie weder erzeugen noch verbrauchen, es lässt sich nur eine Energieform in eine andere überführen. In der Summe bleibt die Energiemenge gleich. Genauer betrachtet ist das, was als "Energieverbrauch" bezeichnet wird, die Entwertung von Energie.
Der Nutzwert der Energie kann durch Umwandlung und Transport abnehmen. Die im Erdgas gebundene chemische Energie wird beim Verbrennen in Wärme für die Beheizung eines Hauses umgesetzt. Wenn Wärme an die Umgebung abgegeben ist, ist sie nicht mehr nützlich, sie ist entwertet: also "verbraucht".
Quelle: BINE Informationsdienst - Was ist Energie?, basisEnergie 15








