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Folgen der Klimaveränderung

- Aufgrund der globalen Erwärmung rechnet man in Zukunft mit einem Anstieg der Meerespiegel um bis zu einem halben Meter. © krockenmitte / photocase.com
Die weltweite Durchschnittstemperatur ist im vergangenen Jahrhundert um 0,74 °C angestiegen. In Zukunft kann sich die globale Durchschnittstemperatur im Verlaufe dieses Jahrhunderts um bis zu 4,5 °C erhöhen und der Meeresspiegel bis zu 58 cm ansteigen.
Bereits heute ist ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur feststellbar, so zeigen die seit etwa 1860 vorliegenden weltweiten Temperaturmessungen eine Zunahme der global gemittelten bodennahen Lufttemperatur um 0,74 °C zwischen 1906 und 2005. Am stärksten ausgeprägt ist die Erwärmung von 1975 bis heute. 2005 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
Es häufen sich auch extreme Wetterereignisse wie Überflutungen, Stürme und Dürren. Einigen Studien zu Folge habe die Hurrikan-Intensität in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen und lasse sich direkt mit steigenden Meerestemperaturen in Einklang bringen. Durch die steigenden Lufttemperaturen verändern sich weltweit Verteilung und Ausmaß der Niederschläge. Weil wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann, erhöht sich die Verdunstungsrate, was zu schwereren und häufigeren Dürren führt. Die zunehmende Verdunstung führt gleichzeitig zu einem höheren Risiko schwerer Niederschläge und damit auch von Überschwemmungen. Die Zahl großer wetterbedingter Naturkatastrophen ist weltweit von zehn in den 1950er auf 66 in den 1990er Jahren gestiegen, davon waren 35 Sturm-, 26 Überschwemmungs- und fünf sonstige Katastrophen.
Außerdem schmelzen Gletscher ab, die Schneebedeckung verringert sich und der Meeresspiegel steigt. Dieser erhöhte sich in den letzten Jahrzehnten um je 1 cm bis 2 cm und aktuell um 3 cm pro Jahrzehnt, was besonders küstennahe Gebiete und Inseln in den Ländern bedroht, die sich keine Küstenschutzmaßnahmen leisten können. Nach verschiedenen Szenarien des Weltklimarates sind bis zum Jahr 2100 Erhöhungen des Meeresspiegels zwischen 0,19 m und 0,58 m möglich. Grund für den bisherigen Anstieg sind die thermische Ausdehnung des Wassers sowie die Aufnahme von Schmelzwasser aus Gletschern. Und die Ozeane werden nicht nur wärmer, sondern sie nehmen auch Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und versauern dadurch, so dass z. B. Korallen unter anderen Kleinstlebewesen, die am Anfang der Nahrungskette stehen, ihre schützende Kalkschicht nicht mehr bilden können.
Schadensbilanz
Die volkswirtschaftlichen Schäden durch große Naturkatastrophen sind von den 1950er zu den 1990er Jahren von etwa 40 auf 540 Mrd. Euro pro Jahr gestiegen. Der Trend setzt sich offensichtlich fort, denn im Jahr 2001 richteten Naturkatastrophen Schäden in Höhe von 700 Mrd. Euro an, klimabedingte Katastrophen wie Überschwemmungen und Stürme machten dabei rund 60 Prozent aus.
Allein in Deutschland verursachten Überschwemmungen in den Jahren 2002 und 2005 volkswirtschaftliche Schäden im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich und der Wintersturm Kyrill 2007 war einer der teuersten Versicherungsfälle überhaupt. Für die Zukunft wird eine weitere Zunahme klimatischer Extremereignisse erwartet, die volkswirtschaftlichen Schaden anrichten und Menschenleben kosten werden.








