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Einflüsse des Menschen auf das Klimasystem

- Der Mensch ist zu einem zentralen Einflussfaktor des Weltklimas geworden. © stm / photocase.com
Der Mensch ist zu einem zentralen Einflussfaktor des Weltklimas geworden. Vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger verstärkt er den natürlichen Treibhauseffekt. Experten sagen für die kommenden Jahrzehnte eine deutliche Erwärmung der Erde und die Häufung von Wetterextremen voraus.
Unter dem Begriff Klima versteht man den langjährigen, mittleren Zustand der Atmosphäre. Dagegen beschreibt Wetter die kurzfristigen Klimaereignisse in der Atmosphäre, etwa Regenfälle, Hitze oder Stürme. Das Klima wird gesteuert vom Zusammenspiel externer und interner Einflussfaktoren, die gemeinsam als Klimasystem bezeichnet werden.
Zusammenspiel der Systeme
Der dominierende externe Faktor ist die Sonnenstrahlung. Zu den internen Faktoren gehören die fünf Untersysteme:
- Atmosphäre
- Hydrosphäre (Gewässer, vor allem die Ozeane)
- Biosphäre (vor allem die Vegetation)
- Kryosphäre (eisbedeckte Meer- und Festlandflächen)
- Lithosphäre (Gesteinszone)
Zwischen diesen Teilsystemen laufen vielfältige Austauschprozesse ab. So schwankt zum Beispiel die Stärke der Sonnenstrahlung, es verdunsten große Mengen Wasser von den Ozeanen in die Atmosphäre, Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und Vulkane stoßen Staub und Gase aus. Das natürliche Zusammenspiel im Klimasystem hat schon immer zu Schwankungen des Klimas geführt. So wechselten im Laufe der jüngeren Erdgeschichte Warm- und Kaltzeiten einander ab.
Einflüsse durch den Menschen
Während der letzten Jahrhunderte wuchs der Einfluss der Menschen auf das natürliche Klimasystem. Seit der industriellen Revolution wird der Energiehunger der Menschheit vor allem durch die Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas gestillt. Auch in der Industrie, im Gewerbe, im Verkehr und in den privaten Haushalten werden fossile Brennstoffe in Produktionsanlagen, Heizungen und Motoren verbrannt. Dadurch werden zurzeit weltweit jährlich 31 Mrd. Tonnen CO2 freigesetzt. Auch die Landwirtschaft und Viehhaltung tragen zur Erwärmung bei: Stickstoffdünger gilt als besonders klimaschädlich. Ein Teil davon wird auf dem Acker nämlich zu Lachgas, das 310-mal so stark als Treibhausgas wirkt wie Kohlendioxid. Und v.a. Kühe setzen durch die Verdauung viel Methan frei, welches ebenso treibhausintensiv ist.
Die Vernichtung von Wäldern durch Brandrodung, Abholzung oder Luftschadstoffe und die zunehmende Desertifikation führen dazu, dass die Biosphäre des Planeten immer weniger Kohlendioxid aufnehmen kann. Der Mensch greift durch die verstärkte Freisetzung von Treibhausgasen bei gleichzeitiger Vernichtung von CO2 -bindender Vegetation in den Wärmehaushalt der Erde ein.
Als Anzeichen für die Klimaveränderung werden häufig angeführt: Die globale Durchschnittstemperatur der Atmosphäre erhöht sich. Gletscher schmelzen, die Schneebedeckung nimmt ab. Der Meeresspiegel steigt und extreme Wetterereignisse wie Stürme, Dürren, Hochwasser und Hitzewellen häufen sich.
Quelle: BINE Informationsdienst Klima und Energie, basisEnergie 1









